Valencia, SS 2019 (BSc)

xNo longer available: Valencia, Summer semester 2019 (Bachelor)

Als ich Mitte Januar in Valencia ankam, erwarteten mich strahlender Sonnenschein und fr├╝hlingshafte Temperaturen. Ich hatte mir meinen Flug zwei Wochen vor Unistart gebucht, da ich genug Zeit haben wollte, um eine WG zu suchen. Ein paar Tage vor meiner Abreise aus Deutschland fand ich jedoch ├╝ber eine Bekannte ein Zimmer. Deshalb hatte ich die M├Âglichkeit, Valencia schon vor Beginn des Semesters auf eigene Faust zu erkunden. Ich schlenderte durch die Stra├čen von Russafa, machte eine Free-Walking Tour durch El Carmen und lernte schon einige nette Menschen kennen.

Als Ende Januar die Uni anfing, bekamen wir im Rahmen einer Einf├╝hrungsveranstaltung des psychologischen Instituts alle wichtigen Informationen. Au├čerdem wurden uns spanische Studierende als Mentoren zur Seite gestellt, die uns w├Ąhrend des gesamten Semesters unterst├╝tzten. Auch die Mitarbeiter im Erasmus-B├╝ro waren stets freundlich und bem├╝ht, Fragen zu kl├Ąren und uns den Beginn unseres Auslandssemesters so einfach wie m├Âglich zu gestalten. So standen schnell die Veranstaltungen fest, die ich w├Ąhrend des Semesters besuchen w├╝rde. Ich belegte zwei meiner Kurse auf Spanisch. Was am Anfang eine gro├če Herausforderung war, stellte sich letztendlich als eine gute Entscheidung heraus, da sich mein H├Âr- und Leseverst├Ąndnis durch den Besuch der Vorlesungen und das Lesen der Skripte sehr verbessert haben. Au├čerdem nahm ich an einem Spanisch-Sprachkurs am Centre dÔÇÖIdiomes teil. Einen Sprachkurs w├╝rde ich jedem empfehlen, da man vor allem Kontakt mit internationalen Studierenden hat und sich so im Alltag nicht unbedingt die M├Âglichkeit ergibt, Sprachkenntnisse zu verbessern. Im Allgemeinen sind die Vorlesungen in Spanien viel verschulter als in Deutschland, man hat sehr viele Abgaben und kleinere Hausarbeiten w├Ąhrend des Semesters ÔÇô zus├Ątzlich zu einer abschlie├čenden Klausur. Allerdings habe ich den Anspruch als geringer erlebt im Vergleich zu Deutschland.

So blieb neben der Uni auch Zeit, um die Stadt kennenzulernen. Valencia hat unglaublich viel zu bieten. Das hippe Russafa mit vielen Bars und Restaurants, die wundersch├Âne Altstadt mit ihren kleinen, verwinkelten Gassen, das alternative und studentische Benimaclet, den Turia-Park, der sich wie eine gr├╝ne Oase durch die ganze Stadt schl├Ąngelt und nat├╝rlich den Strand, den man in kurzer Zeit mit der Tram oder dem Fahrrad erreichen kann. Au├čerdem ist der Mercado Central in El Carmen einen Besuch wert. Dort kann man sich von Stand zu Stand probieren und viele spanische Leckereien kennenlernen. Auch Valencias Nachtleben kann sich sehen lassen. Ob Bar, Club oder Live-Musik ÔÇô es ist f├╝r jeden Geschmack etwas dabei. Meistens beginnen die Veranstaltungen erst sp├Ąt abends und es wird bis in die Morgenstunden gefeiert.

Innerhalb der Stadt kann man sich mit ├Âffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut bewegen. Ich bin allerdings oft zu Fu├č gelaufen, weil die Stadt einfach so sch├Ân ist und meistens die Sonne scheint. Aber auch das Fahrrad ist ein gutes Fortbewegungsmittel in Valencia. Es gibt sogenannte Valenbisi-Stationen in der ganzen Stadt, an denen man sich Fahrr├Ąder ausleihen kann. Mit 30 Euro f├╝r ein ganzes Jahr ist das h├Ąufig g├╝nstiger als ein neues Rad zu kaufen.

Wer in Valencia studiert, sollte sich auf jeden Fall auch das Umland anschauen. Es gibt traumhafte Str├Ąnde und kleinere spanische St├Ądte wie D├ęnia oder Alicante sind einen Besuch wert. Au├čerdem lassen sich Trips nach Barcelona, Madrid und Andalusien gut in das Auslandssemester integrieren und haben mich sehr begeistert.

Ich hatte ein wundervolles Auslandssemester in Valencia, in dem ich nicht nur meine Spanischkenntnisse verbessern konnte, sondern auch wertvolle Freundschaften geschlossen und mich auf eine sehr positive Art weiterentwickelt habe. Diese Zeit hat mich unglaublich bereichert und ich kann jeden und jede nur ermutigen, sich auf einen Erasmus-Platz in Valencia zu bewerben. Ihr werdet es nicht bereuen!