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Projekt "Energiemanagement"

der Universität Heidelberg

am Psychologischen Institut

Beantwortung von Fragen, die in der Umfrage gestellt wurden

 

Soweit es dabei um einen technischen Hintergrund geht, wurde die Antwort mit Dipl.-Ing. Klaus Kessler von der KliBA Heidelberg (Klimaschutz- und Energieberatungsagentur) abgestimmt.

 

Frage zum Thema Neonröhren: Sie sollen auch bei kürzerer Abwesenheit stets ausgeschaltet werden. "Kostet das nicht mehr Energie, als sie brennen zu lassen? Gehen sie dadurch nicht eher kaputt?" Antwort: Das Ein- und Ausschalten kostet nicht mehr Energie. Jedoch wird tatsächlich der Starter der Röhre belastet, was evtl. zu einem früheren Verschleiß führt. Da die meisten Röhren jedoch bereits vorsorglich nach einer bestimmten Brenndauer ausgetauscht werden, spielt dies keine große Rolle. Für technisch Interessierte gibt es hier auch weitere Informationen dazu.

 

Frage zum Thema Computerbildschirme/PCs: "Gehen sie durch häufiges Ein- und Ausschalten nicht kaputt?" Antwort: Wenn ein Röhrenbildschirm acht oder zehn mal pro Tag ein- und ausgeschaltet wird, verkraftet er das ohne Weiteres. Damit er Schaden leidet, müsste es öfters sein. Beim normalen Betrieb im PC-Raum ist das nicht der Fall. PCs sind etwas empfindlicher, hier die Festplatte kaputt gehen, nachdem sie 1000 bis 2000 mal ein- und ausgeschaltet wurde. Da PCs derzeit noch schnell veralten, werden Geräte mit nur ein oder zwei NutzerInnen meist so früh ersetzt, dass man sie ruhig einmal zusätzlich am Tag (z.B. in einer langen Pause) aus- und wieder einschaltet kann. In öffentlichen PC-Räumen wäre das aber öfter der Fall, deswegen laufen dort die PCs über Tag durch, sobald sie von Hand eingeschaltet wurden, und werden erst am Abend von einer Schaltuhr zentral ausgeschaltet.   

 

Frage zum Thema Heizung: "Kostet es nicht mehr Energie, morgens einen Raum wieder aufzuheizen, nachdem die Heizung über Nacht abgedreht war, als durchgängig mittelmäßig zu heizen?" Antwort: Nein, auf keinen Fall, das ist physikalisch ausgeschlossen. Bei einem mittelmäßigem Heizen muss immer gegen das Temperaturgefälle draußen angegangen werden, was zu Energieverbrauch führt. Im ungünstigsten Fall wird nur wenig gespart, aber auf keinen Fall mehr Energie aufgewandt. Das Problem, warum es doch sinnvoll sein kann, nachts reduziert zu heizen, steckt an einer anderen Stelle: Wenn es draußen sehr kalt ist (Frost), kühlen auch die Mauern aus, falls es sich um Außenmauern handelt. Bis der Raum wieder warm werden kann, müssen dann diese Mauern wieder auf Temperatur kommen. Das kann schon einmal eine Stunde oder länger dauern und vermittelt den Eindruck, die Heizung wäre zu kühl eingestellt. Genau hierüber wurde in den Fragebogen von 12 Personen geklagt. Als mögliche Lösung war angedacht, die Veranstaltungsräume mit automatisch arbeitenden Ventilen auszustatten, die sich bereits eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn öffnen und damit den Raum auf Temperatur bringen. Damit könnte sowohl nachts gespart, als auch eine morgendliche "Eiszeit" vermieden werden. Dies unter der Voraussetzung, dass sie technisch angeschlossen werden können und dass sie auch zusätzlich die Bedienung von Hand möglich ist. Der finanzielle Aufwand war jedoch zu hoch und die Verwaltung der Belegungsdaten zu aufwändig. So bleibt nur die Alternative, dass morgens jemand durch die Räume geht und die Heizungen von Hand wieder aufdreht.  

 

Frage zum Thema Zeitschaltuhren für Licht: "Warum steht überall 'Licht aus!' an den Schaltern, wenn sie mit Zeitschaltuhren ausgestattet sind?" Antwort: Die Zeitschaltuhren bei den Flurlichtern sind nur abends ab 21 Uhr und am Wochenende in Betrieb. Tagsüber kann man das Licht an den Schaltern ein- und ausschalten. Die Schilder haben somit ihre Berechtigung. Außerdem gibt es nicht überall Zeitschaltuhren (hauptsächlich im Erdgeschoss beider Gebäude, teilweise in den 1. OGs). Warum? Siehe die Antwort zur nächsten Frage!

 

Frage zum Thema Bewegungsmelder für Licht: "Warum werden für Flure, Toiletten u.Äh. keine Bewegungsmelder eingebaut, damit nicht dauernd das Licht brennt oder man im Dunkeln den Schalter suchen muss?" Antwort: Bewegungsmelder und auch Zeitschaltuhren (siehe vorige Frage) benötigen im zuständigen elektrischen Verteilerkasten einen Schaltplatz. Außerdem muss für jeden Raum oder Flurteil, der getrennt behandelt werden soll, ein eigener Stromkreis vorhanden sein. Sonst geht in der Toilette das Licht an, weil jemand über den Flur läuft. Ist das nicht der Fall, so heißt es zuvor: Wände aufreißen, Kabel neu verlegen; das bedeutet viel Dreck und hohe Kosten. Deswegen werden solche Einrichtungen nur dann eingebaut, wenn eine Neuverkabelung oder ein neuer Verteilerkasten ohnehin fällig ist. Bei uns war das bisher nur stellenweise der Fall; Zeitschaltuhren wurden nur dort eingebaut, wo die Stromkreise zufällig wie gewünscht waren und es im Verteilerkasten noch einen Steckplatz gab.    

 

Kontaktadresse: Joachim.Schahn@psychologie.uni-heidelberg.de


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Stand: 22. November 2006