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Themen für Masterarbeiten in der Allgemeinen und Theoretischen Psychologie

In unserer Arbeitsgruppe stehen für Masterarbeiten Themen aus dem Bereich höherer kognitiver Prozesse (Denken, Sprache, Planen, Problemlösen, Intelligenz, Kreativität) im Vordergrund. Insbesondere liegt ein Fokus auf Denken, Planen und Problemlösen in komplexen Umgebungen ("complex problem solving"). Dabei sind neben Anwendungen in der Arbeitswelt natürlich auch klinische und pädagogische Schwerpunkte vertreten.

(a) Anwendungen in der Arbeitswelt

Denken, Entscheiden, Planen unter Ungewissheit sind charakteristische Merkmale moderner Arbeitswelten. Die in unserer Arbeitseineit betriebene Problemlöseforschung hat viele Anwendungsaspekte, die für Unternehmen interessant sind.

Literatur: Neubert, J. C., Mainert, J., Kretzschmar, A., & Greiff, S. (2015). The assessment of 21st century skills in industrial and organizational psychology: Complex and collaborative problem solving. Industrial and Organizational Psychology, 8(2), 1–31. http://doi.org/10.1017/iop.2015.14

(b) Klinische Aspekte: Störungen des Denkens, Planens und Problemlösens

Störungen des Denkens sind höchst interessante Phänomene. Schizophrenie z.B. gilt als eine klassische Denkstörung - was heisst das konkret beim Bearbeiten eines komplexen Planspiels? Wie beeinflussen Störungen der Impulskontrolle das Problemlösen? Manche Störungen führen zu einer Überproduktion von Handlungsalternativen (manisches Verhalten), andere zu einer Unterproduktion (Hypobulie) - wie erkennt man das richtige Maß?

Holt, D. V., Rodewald, K., Rentrop, M., Funke, J., Weisbrod, M., & Kaiser, S. (2011). The Plan-a-Day approach to measuring planning ability in patients with schizophrenia. Journal of the International Neuropsychological Society, 17(2) 327–335. http://doi.org/10.1017/S1355617710001712

(c) Pädagogische Aspekte

Ein Training im Umgang mit komplexen Systemen wäre wünschenswert - doch wie macht man das am Besten? Wie erreicht man maximalen Transfer?

Kollaboratives Problemlösen: Die Zeiten des einsamen Problemlösers sind in vielen Fällen vorbei - heute werden Probleme in Gruppen bearbeitet, wodurch sich zahlreiche neue Aspekte ergeben (wann setzt sich z.B. der beste Lösungsvorschlag durch? Was passiert, wenn die Gruppe keinen "Hofnarren" hat?).

Kretzschmar, A., & Süß, H.-M. (2015). A study on the training of complex problem solving competence. Journal of Dynamic Decision Making, 1(4), 1–14. http://doi.org/10.11588/jddm.2015.1.15455

(d) Sonstige Aspekte

Hier nur stichwortartig ein paar weitere Fragestellungen, die sich uns im Rahmen laufender Forschungsvorhaben stellen:

  • Klimawandel: Wie verstehen Menschen die Systemdynamik des Klimawandels? Wie könnte man ein besseres Verständnis solcher langsam ablaufender Prozesse erzielen?
  • Construal Level Theory trifft Aging Society: Welche Rolle spielt das Alter in der Bewertung komplexer Abläufe: Treffen ältere Menschen tatsächlich Entscheidungen für die weit entfernte Zukunft?

  • Analyse von Mechanismen des Fanatismus sensu Lantermann (2016): Identifikation der Mechanismen und (qualitativer) Nachweis der These, dass Fanatismus ein Selbstwertschutz-Mechanismus ist und Komplexitätsreduktion bewirkt?

    Hier genannte Themen können nach Absprache auch im Rahmen von Forschungspraktika bearbeitet werden.

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    Zuletzt bearbeitet am 27.01.2017 von JF.