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Startseite > Lehre und Prüfungen > Themen Bachelorarbeiten Themen für Bachelorarbeiten in der Allgemeinen und Theoretischen PsychologieIn unserer Arbeitsgruppe stehen Themen aus dem Bereich höherer kognitiver Prozesse (Denken, Sprache, Planen, Problemlösen, Intelligenz, Kreativität) im Vordergrund. Insbesondere liegt ein Fokus auf Denken, Planen und Problemlösen in komplexen Umgebungen ("complex problem solving"). Für einige dieser Themenbereiche liegen bereits Daten aus früheren Erhebungen vor (Laut-Denk-Protokolle; Logfiles; Videoaufzeichnungen), die analysiert werden können. Andere Themenbereiche sollten zunächst durch Literaturübersichten erschlossen werden. Auch kleinere empirische Erhebungen sind möglich. Informationen zu den allgemeinen Randbedingungen gibt es hier: Bachelorarbeiten Allgemeine Psychologie ATP
(a) Rolle der Emotion und Motivation:Nicht-kognitive Faktoren kommen umso stärker ins Spiel, je mehr Ichbezug, je mehr Realitätsbezug in den Anforderungen sichtbar werden. Kognitions-Emotions-Theorien machen Vorhersagen über unterschiedliche Verarbeitungsweisen je nach Stimmung.Ansprechpartner: Carola Barth, Daniel Holt
(b) Steuernde Funktion der Sprache, lautes Denken:Denken und Sprache hängen unausweichlich zusammen. Deswegen sind Laut-Denk-Protokolle interessante Datenquellen. Eine psycholinguistische Konstituentenanalyse sowie einfache Auszählungen von Worthäufigkeiten sensu Pennebaker et al. (2003) wären hier interessante Zugänge.Ansprechpartner: Joachim Funke
(c) Entwicklung höherer kognitiver Funktionen:Was wir bei Jugendlichen und Erwachsenen an Planungs- und Problemlösefähigkeiten voraussetzen dürfen: Wann und wie entstehen diese Fähigkeiten im Entwicklungsverlauf? Ab wann können Kinder planen, wie unterscheidet sich ihre Planung von derjenigen Erwachsener? Wie verändern sich diese Fähigkeiten im Alter? Gibt es Abbauprozesse? Wie entsteht Weisheit?Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt
(d) Klinische Aspekte: Störungen des Denkens, Planens und ProblemlösensSchizophrenie gilt als eine klassische Denkstörung - was heisst das konkret beim Bearbeiten eines komplexen Planspiels? Wie beeinflussen Störungen der Impulskontrolle das Problemlösen? Manche Störungen führen zu einer Überproduktion von Handlungsalternativen (manisches Verhalten), andere zu einer Unterproduktion (Hypobulie) - wie erkennt man das richtige Maß?Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt
(e) Sozialpsychologische Aspekte:Die Zeiten des einsamen Problemlösers sind in vielen Fällen vorbei - heute werden Probleme in Gruppen bearbeitet, wodurch sich zahlreiche neue Aspekte ergeben (wann setzt sich z.B. der beste Lösungsvorschlag durch? Was passiert, wenn die Gruppe keinen "Hofnarren" hat?).Ansprechpartner: Joachim Funke
(f) Messung und Diagnostik (differentielle Aspekte):Die Entwicklung psychometrisch akzeptabler Messinstrumente spielt nicht nur bei PISA Problem Solving eine Rolle - auch für die anderen Fragestellungen müssen passende Instrumente (etwa für Kinder oder für klinische Stichproben) entwickelt und getestet werden.Ansprechpartner: Joachim Funke, Samuel Greiff
(g) Pädagogische Fragestellungen:Welche Rolle spielen Instruktionen beim Problemlösen? Welche Hilfen oder Behinderungen können hier resultieren? Wie lassen sich Trainings zur Verbesserung der Denk- und Problemlöseleistung gestalten?Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt
(h) Anwendungsaspekte:Komplexes Problemlösen hat viele Anwendungsfacetten: Beispiele aus Politik und Wirtschaft, aber auch tagesaktuelle oder langanhaltende Katastrophen eignen sich für eine Analyse. Durch die Kooperation im Marsilius-Projekt Geoengineering besteht besonderes Interesse am Verständnis des Klimawandels. Durch das BMBF-Projekt "Intentionsdiagnostik" besteht besonderes Interesse an videogestützter Gestik- und Mimikinterpretation.Ansprechpartner: Joachim Funke, Dorothee Amelung (Klimawandel), Carolin Berude (Intentionsdiagnostik)
(i) Methodologische Aspekte:Einzelfälle, Prozessanalysen, Simulation als Methode, Labor versus naturalistische Settings: Prüfung und Diskussion zur Tauglichkeit verschiedener Methoden der Denkpsychologie.Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt
(j) Sprache:Im Bereich der Sprachpsychologie sind sowohl empirische Studien als auch Literaturübersichten möglich. Von besonderem Interesse sind Studien zum Verstehen und zur Ästhetik figurativer Sprache (Metapher, Witz, Ironie), zum Verstehen von Texten (wissenschaftliche Texte, narrative Texte, literarische Texte) in Abhängigkeit von Lesezielen und Rezeptionseinstellungen, zur Unterschieden zwischen guten und schlechten Lesern, zu Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes spezieller methodischer Verfahren wie EKP und fMRT.Ansprechpartnerin: Ursula Christmann
(k) Sprache und Denken
a) Die Sapir Whorf Hypothese postuliert einen Zusammenhang zwischen der Sprache und dem Denken, genauer zwischen den grammatischen Kategorien einer Sprache und dem, was mit Leichtigkeit gedacht werden kann. Die Hypothese ist in der Psycholinguistik sehr umstritten, geniesst aber in jüngerer Zeit eine Renaissance.
b) Bilingualität. Der Vergleich zwischen verschiedenen Sprache ist ein interessanter Testfall für Hypothesen über den Zusammenhang von Sprache und Denken. Denken Personen in verschiedenen Sprachen unterschiedlich?
c) Repräsentation von Geschlecht in der Sprache. Geschlecht ist eine zentrale Kategorie unserer sozialen Kognitionen, die in der Sprache auf formaler wie auch konzeptueller Ebene sehr präsent ist. Die Auswirkungen der Sprache darauf, wie Geschlechter repräsentiert werden, kann man sowohl im Bereich des Sprachverstehens als auch im Bereich des Sprachgebrauchs systematisch untersuchen.
d) Verarbeitung nicht-wörtlicher Bedeutung/figurativer Sprache. Sprache hat viele Bedeutungsebenen, was besonders im Bereich der nicht sachlichen Sprache (Literatur, Poesie) deutlich wird. Wie wird solche Sprache verstanden und interpretiert?
e) Rechtssprache. Für Rechts- und Gesetzestexte wird in landes- und bundesweiten Richtlinien Bürgernähe, Klarheit und auch Geschlechtergerechtigkeit gefordert. Wie diese Ziele miteinander vereinbart werden können, ist allerdings weniger klar. Sprach- und kognitionspsychologisch fundierte und getestete Formulierungsvorschläge liegen bisher nicht vor.
Die Themen können alleine oder auch in einer Kleingruppe aus zwei Interessierten bearbeitet werden. Ansprechpartnerin: Lisa Irmen
(l) Soziale WahrnehmungErscheinungsbild und Einstellungsentscheidungen: Maskulin aussehende Personen werden - unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht - für typisch maskuline Arbeitsstellen und feminin aussehende Personen für typisch feminine Stellen bevorzugt. Welche Gesichtsmerkmale tragen besonders zur Eindrucksbildung bei, welche kognitiven Prozesse gehen damit einher und wie sind die Einstellungschancen? Thema: Eigene empirische Untersuchung zu Gesichtswahrnehmung und Einstellungschancen mittels Blickbewegungsmessung. Das Thema kann alleine oder auch in einer Kleingruppe aus zwei Interessierten bearbeitet werden. Ansprechpartnerin: Lisa Irmen --- zum formalen Rahmen siehe hier: Bachelorarbeiten Allgemeine Psychologie ATP --- für Diplomstudierende: Themenbereiche für Diplomarbeiten in der Allgemeinen und Theoretischen Psychologie ---
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