Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergPsychologisches Institut
Siegel
Anschriften und Telefonnummern Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick
leiste-bottom picture ATP

Startseite > Lehre und Prüfungen > Themen Bachelorarbeiten

Themen für Bachelorarbeiten in der Allgemeinen und Theoretischen Psychologie

In unserer Arbeitsgruppe stehen Themen aus dem Bereich höherer kognitiver Prozesse (Denken, Sprache, Planen, Problemlösen, Intelligenz, Kreativität) im Vordergrund. Insbesondere liegt ein Fokus auf Denken, Planen und Problemlösen in komplexen Umgebungen ("complex problem solving").

Für einige dieser Themenbereiche liegen bereits Daten aus früheren Erhebungen vor (Laut-Denk-Protokolle; Logfiles; Videoaufzeichnungen), die analysiert werden können. Andere Themenbereiche sollten zunächst durch Literaturübersichten erschlossen werden. Auch kleinere empirische Erhebungen sind möglich.

Informationen zu den allgemeinen Randbedingungen gibt es hier: Bachelorarbeiten Allgemeine Psychologie ATP

(a) Rolle der Emotion und Motivation:

Nicht-kognitive Faktoren kommen umso stärker ins Spiel, je mehr Ichbezug, je mehr Realitätsbezug in den Anforderungen sichtbar werden. Kognitions-Emotions-Theorien machen Vorhersagen über unterschiedliche Verarbeitungsweisen je nach Stimmung.

Ansprechpartner: Daniel Holt

(b) Steuernde Funktion der Sprache, lautes Denken:

Denken und Sprache hängen unausweichlich zusammen. Deswegen sind Laut-Denk-Protokolle interessante Datenquellen. Eine psycholinguistische Konstituentenanalyse sowie einfache Auszählungen von Worthäufigkeiten sensu Pennebaker et al. (2003) wären hier interessante Zugänge.

Idee zu einer empirischen Arbeit: Regulation und Selbstregulation von Emotionen im Rahmen einer Chat-basierten Fallstudie (Hilfsmittel: Chat-Mapper)

Pennebaker, J. W., Mehl, M. R., & Niederhoffer, K. G. (2003). Psychological aspects of natural language. use: our words, our selves. Annual Review of Psychology, 54, 547–77. http://doi.org/10.1146/annurev.psych.54.101601.145041

Ansprechpartner: Joachim Funke

(c) Entwicklung höherer kognitiver Funktionen:

Was wir bei Jugendlichen und Erwachsenen an Planungs- und Problemlösefähigkeiten voraussetzen dürfen: Wann und wie entstehen diese Fähigkeiten im Entwicklungsverlauf? Ab wann können Kinder planen, wie unterscheidet sich ihre Planung von derjenigen Erwachsener? Wie verändern sich diese Fähigkeiten im Alter? Gibt es Abbauprozesse? Wie entsteht Weisheit?

Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt

(d) Klinische Aspekte: Störungen des Denkens, Planens und Problemlösens

Schizophrenie gilt als eine klassische Denkstörung - was heisst das konkret beim Bearbeiten eines komplexen Planspiels? Wie beeinflussen Störungen der Impulskontrolle das Problemlösen? Manche Störungen führen zu einer Überproduktion von Handlungsalternativen (manisches Verhalten), andere zu einer Unterproduktion (Hypobulie) - wie erkennt man das richtige Maß?

Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt

(e) Sozialpsychologische Aspekte:

Die Zeiten des einsamen Problemlösers sind in vielen Fällen vorbei - heute werden Probleme in Gruppen bearbeitet, wodurch sich zahlreiche neue Aspekte ergeben (wann setzt sich z.B. der beste Lösungsvorschlag durch? Was passiert, wenn die Gruppe keinen "Hofnarren" hat?).

Ansprechpartner: Joachim Funke

(f) Messung und Diagnostik (differentielle Aspekte):

Die Entwicklung psychometrisch akzeptabler Messinstrumente spielt nicht nur bei PISA Problem Solving eine Rolle - auch für die anderen Fragestellungen müssen passende Instrumente (etwa für Kinder oder für klinische Stichproben) entwickelt und getestet werden.

Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt

(g) Pädagogische Fragestellungen:

Welche Rolle spielen Instruktionen beim Problemlösen? Welche Hilfen oder Behinderungen können hier resultieren? Wie lassen sich Trainings zur Verbesserung der Denk- und Problemlöseleistung gestalten?

Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt

(h) Anwendungsaspekte:

Komplexes Problemlösen hat viele Anwendungsfacetten: Beispiele aus Politik und Wirtschaft, aber auch tagesaktuelle oder langanhaltende Katastrophen eignen sich für eine Analyse.

Ansprechpartner: Joachim Funke

(i) Methodologische Aspekte:

Einzelfälle, Prozessanalysen, Simulation als Methode, Labor versus naturalistische Settings: Prüfung und Diskussion zur Tauglichkeit verschiedener Methoden der Denkpsychologie.

Ansprechpartner: Joachim Funke, Daniel Holt

(j) Sprache:

Im Bereich der Sprachpsychologie sind sowohl empirische Studien als auch Literaturübersichten möglich. Von besonderem Interesse sind Studien zum Verstehen und zur Ästhetik figurativer Sprache (Metapher, Witz, Ironie), zum Verstehen von Texten (wissenschaftliche Texte, narrative Texte, literarische Texte) in Abhängigkeit von Lesezielen und Rezeptionseinstellungen, zur Unterschieden zwischen guten und schlechten Lesern, zu Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes spezieller methodischer Verfahren wie EKP und fMRT.

Ansprechpartnerin: Ursula Christmann

(k) Lautes Denken in literarischen Texten

Lautes Denken in der Literatur: Folgen aktive Ich-Erzähler den Gesetzen der Denkpsychologie? Mögliche Quellen wie z.B. Leo Tolstoi: "Anna Karenina"; James Joyce: "Ulysses"; Alfred Döblin: "Berlin Alexanderplatz"; Virginia Woolf: "Die Wellen"; Christian Kracht: "Faserland" zeigen Denkprozesse als „inneren Monolog“ (stream of consciousness) https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstseinsstrom

Ansprechpartner: Joachim Funke

---

zum formalen Rahmen siehe hier: Bachelorarbeiten Allgemeine Psychologie ATP

---

Hier genannte Themen können nach Absprache auch im Rahmen von Forschungspraktika bearbeitet werden.

---

Begutachtete Bachelorarbeiten

corner-topleft picture corner-topright picture
Startseite
Aktuelles
Forschung
Links
Lehre und Prüfungen
 Prüfungstermine Prof. Funke
 Archiv Lehre
Personen
Publikationen
Sonstiges
WebLab ATP
corner-bottomleft picture corner-bottomright picture
 
Zum Seitenanfang Top
Zuletzt bearbeitet am 27.01.2017 von JF.