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Joachim Funke: Begutachtete Bachelorarbeiten
2012
Carolin Vogt (gemeinsam mit Lisa Winterstetter)
The what and who in the auditory system: Neuromagnetic representation
of pulse rate, resonance scale and vowel type
The identification of the content ("what" is being said) and speaker ("who" is saying it) of a speech sound is based on the perception of pitch and timbre. The present study invesitgated the neuromagnetic representations of the corresponding acoustic properties, pulse rate (PR), resonance scale (RS) and vowel type (VT), via magnetoencephalography. Auditory evoked fields were recorded of 19 participants (aged 21-30) who listened to natural vowels which were manipulated in PR, RS or VT. Spatio-temporal source analysis revealed functional separation of the generators processing RS- (p > .002) and VT-changes (p > .002), and a spatial separation in anterior-posterior direction between the sources related to processing of PR and RS (p = .0338), as well as PR and VT (p = .0103). PR-related sources were found more posterior in planum temporale. The current findings give physiological evidence to the models and definitions. as well as psychoacoustic findings, that suggest RS and VT as two distinct dimensions within the perception of timbre.
Lisa Winterstetter (gemeinsam mit Carolin Vogt)
The what and who in the auditory system: Neuromagnetic representation
of pulse rate, resonance scale and vowel type
The identification of the content ("what" is being said) and speaker ("who" is saying it) of a speech sound is based on the perception of pitch and timbre. The present study invesitgated the neuromagnetic representations of the corresponding acoustic properties, pulse rate (PR), resonance scale (RS) and vowel type (VT), via magnetoencephalography. Auditory evoked fields were recorded of 19 participants (aged 21-30) who listened to natural vowels which were manipulated in PR, RS or VT. Spatio-temporal source analysis revealed functional separation of the generators processing RS- (p > .002) and VT-changes (p > .002), and a spatial separation in anterior-posterior direction between the sources related to processing of PR and RS (p = .0338), as well as PR and VT (p = .0103). PR-related sources were found more posterior in planum temporale. The current findings give physiological evidence to the models and definitions. as well as psychoacoustic findings, that suggest RS and VT as two distinct dimensions within the perception of timbre.
Julia-Elisabeth Wolff
Zielsetzungen und Zielerreichung der Teilnehmer von Systemaufstellungen
FRAGESTELLUNG: Die vorliegende Studie untersucht den Inhalt und die Häufigkeit der von den Teilnehmern eines Systemaufstellungsseminars (SAS) formulierten Ziele sowie den Grad der Zielerreichung zwei Wochen und vier Monate nach der Intervention.
METHODE: Die Daten entstammen einer randomisiert kotrollierten Studie (RCT) aus dem Heidelberger Forschungsprojekt zu Systemaufstellungen. 208 erwachsene Teilnehmer aus der Allgemeinbevölkerung wurden randomisiert einer Experimentalgruppe (EG; dreitägiges SAS; N = 104) oder einer Wartelisten-Kontrollgruppe (WLKG; N = 104) zugewiesen. Jeder Studienarm bestand aus 64 aktiven Teilnehmern (AT) und 40 teilnehmenden Beobachtern (TB). Inhalt und Häufigkeit der Ziele sowie der Effekt von SAS auf die Zielerreichung wurden mit einer an die Methode des Goal Attanment Scaling (GAS) angelehnten Vorgehensweise in Kombination mit der Taxonomie des Berner Inventars für Therapieziele (BIT-T) erfasst.
ERGEBNISSE: Die Teilnehmer formulierten insgesamt 495 Ziele, von denen interpersonale Ziele und solche, die sich auf die Orientierung im Leben bezogen, deutlich häufiger genannt wurden als Ziele, die sich auf die Bewältigung spezifischer Probleme und Symptome, Wohlbefinden sowie Selbstentwicklung der Teilnehmer bezogen. ANOVAs und Post-Hoc t-Tests zeigen, dass die EG im Vergleich zur WLKG zwei Wochen nach dem SAS eine höhere Zielerreichung über alle Ziele hinweg aufwies. Diese Effekte blieben über vier Monate stabil. Hinsichtlich des Teilnehmerstatus (AT vs. TB) fanden sich keine Unterschiede in der Zielerreichung.
SCHLUSSFOLGERUNG: Diese RCT-Studie erbringt den ersten experimentellen Nachweis für die Wirksamkeit von SAS auf den Grad der Zielerreichung zwei Wochen und vier Monate nach der Intervention, unabhängig vom Teilnehmerstatus.
2011
1. Fabian Ainser (gemeinsam mit Jana Villioth) (delegiert an Daniel Holt)
Schizophrenie und komplexes Problemlösen. Der Einfluss des lauten Denkens auf die Problemlöseleistung in der komplexen Mikrowelt Tailorshop
2. Mirjam Braßler
Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach
3. Florian Hofmann
Prozessanalyse mittels Handlungsketten bei der komplexen Problemlöseaufgabe Tailorshop
4. Ninja Katja Horr
Klartrauminduktion mit Hilfe der Wake-Back-to-Bed Methode
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit zur Induktion von Klarträumen im Schlaflabor. Im theoretischen Teil wird ein Überblick über das Themengebiet des Klarträumens mit besonderem Schwerpunkt auf Induktionsmöglichkeiten und dem zugehörigen Forschungsstand gegeben. Der empirische Teil stellt eine Untersuchung zur Klartrauminduktion auf Grundlage der Wake-Back-to Bed Methode nach Levitan (1990b, 1991b; Levitan, LaBerge & Dole, 1992) vor. Die Wake-Back-to-Bed Methode folgt dem einfachen Prinzip nach einem verkürzten Nachtschlaf aufzustehen und für eben die verkürzte Zeit wach zu bleiben. Die anschließende zweite Schlafepisode scheint nun für das Auftreten vonKlarträumen besonders günstig. Variiert wurde für die vorliegende Arbeit die Aktivität in der Wachphase. Eine Induktionstechnik nach LaBerge (1980b), die MILD-Technik, wurde so mit klartraumunabhängigen Tätigkeiten in der Wachstunde verglichen und ihre Effizienz überprüft. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die MILD-Technik einen bedeutsamen Beitrag zur Klartrauminduktion mit Wake-Back-to-Bed leistet. Aussagekraft und Implikationen werden diskutiert.
5. Lukas Iwer
Theoretischer und methodischer Pluralismus in der Psychologie
Die in dieser Arbeit festgehaltenen Gedanken sind als eine Kritik an der Psychologie zu verstehen, wie sie heute an den Universitäten betrieben und gelehrt wird. Die in der Psychologie gegenwärtig vorherrschende Arbeitsweise besteht zum allergrößten Teil darin, mithilfe von statistischen Daten das menschliche Erleben und Verhalten zu erforschen. Auch wenn diese Methode aufgrund ihrer hohen Wissenschaftlichkeit unanfechtbar scheint und sehr erfolgreich ist, ist sie mit Blick auf den breiten Kanon der Theorien und Methoden zu menschlichem Erleben und Verhalten keineswegs die einzige Möglichkeit, Wissenschaft über den Menschen zu betreiben. In der vorliegenden Arbeit wird deshalb versucht, aufgrund theoretischer und methodischer Überlegungen Anstöße zu einem anderen Forschen in der Psychologie zu geben.
6. Natalie de Jong (delegiert an Daniel Holt)
Komplexes Problemlösen bei der Borderline Persönlichkeitsstörung - Die Mediatorrolle der emotionalen Dysregulation unter Frustrationsinduktion in der Tailorshop-Simulation
7. Hannes Kindhäuser
Kognitive Grundlagen der Jazz-Improvisation. Eine quantitative Analyse am Beispiel von John Coltranes Giant Steps
8. Jakub Limanowski (delegiert an Daniel Holt)
The influence of induced expectations on illusory experience in the Rubber Hand Illusion
9. Susanne Meiser
Dankbarkeit und Resilienz
In einer Vielzahl von Studien konnte bisher ein enger Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft Dankbarkeit und dem subjektiven Wohlbefinden gezeigt werden (Wood, Froh, & Geraghty, 2010). Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, ob dieser Zusammenhang auch darin begründet liegen könnte, dass Dankbarkeit mit der Widerstandsfähigkeit einer Person gegenüber Belastungen ("Resilienz") assoziiert ist. Des Weiteren soll untersucht werden, ob wahrgenommene soziale Unterstützung im Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Resilienz ein vermittelnder Mechanismus sein könnte. Zur Untersuchung der Fragestellung wurde zunächst in einer Vorstudie der "Gratitude, Resentment and Appreciation Test" von Watkins et al. (2003) ins Deutsche übersetzt und an einer Studentenstichprobe psychometrisch evaluiert. Der Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Resilienz sowie eine mögliche mediierende Funktion von sozialer Unterstützung wurden anschließend sowohl über eine Online-Befragung als auch über eine Erhebung mittels Papier- und-Bleistift-Version am Psychologischen Institut der Uni Heidelberg untersucht.
Dankbarkeit erwies sich als signifikanter Prädiktor für Resilienz, konnte allerdings nur etwa 9% der Varianz von Resilienz aufklären. Weiterhin zeigte sich, dass soziale Unterstützung bei den Versuchspersonen mit vergleichweise niedriger Resilienz den Zusammenhang zwischen Dankbarkeit und Resilienz teilweise mediieren konnten. In der Gruppe der resilienteren Personen hingegen fand sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen sozialer Unterstützung und Resilienz.
Die Ergebnisse der Studie unterstützen die These, dass dankbarere Personen auch widerstandsfähiger gegenüber Belastungen sind, allersings ist dieser Zusammenhang nicht bzw. nicht vollständig durch soziale Unterstützung zu erklären. Weitere Forschungsarbeiten könnten zum Einen klären, ob sich ein stärkerer Zusammenhang zwischen sozialer Unterstützung bei anderen Erfassungen von Resilienz zeigt, zum Anderen aber auch weitere mögliche Wirkmechanismen im Zusammenhang Dankbarkeit - Resilienz erforschen. Des Weiteren könnten längsschnittliche Studien untersuchen, welche kausalen Mechanismen diesem Zusammenhang zugrunde liegen, d.h. ob Dankbarkeit tatsächlich eine protektive Wirkung auf den Umgang mit belastenden Lebensumständen ausübt oder ob sie eher als eine Folge geglückter Anpassung an diese zu sehen ist.
10. Freya Nitka
Der Einfluss von Emotionen auf komplexes Problemlösen. Eine Analyse metakognitiver Denkprozesse beim Bearbeiten der komplexen Mikrowelt Tailorshop
11. Lea M. Rohde (gemeinsam mit Jana Schmitz) (delegiert an Daniel Holt)
Bonding-Psychotherapie - Eine qualitative und quantitative Exploration. Eine Untersuchung in der Psychosomatischen Klinik Bad Herrenalb
Da bisher noch wenig Forschung zur Bonding-Psychotherapie vorliegt, exploriert die vorliegende Arbeit diese neuere Art der humanistischen Therapie, um ihre Wirkung für die Patienten besser zu verstehen. Darüber hinaus soll sie mit der Theorie abgeglichen und mögliche Fragestellungen für zukünftige Forschung generiert werden. Die Theorie der Bonding-Psychotherapie weist viele Gemeinsamkeit mit der Emotionsfokussierten Therapie auf. In der therapeutischen Praxis werden körperliche Näheübungen gemacht, wobei der Fokus auf der Bewusstwerdung, dem Erleben und Ausdrücken von Gefühlen liegt. Das Ziel der Therapie ist, den Menschen zu mehr Bedürfnisbefriedigung zu befähigen, die sich in einer funktionalen Beziehungsgestaltung zu sich und anderen äußert.
Um dies zu untersuchen, wurden zunächst Interviews mit 15 Patienten geführt, in denen Erfahrungen sowie Fortschritte in der Therapie erfragt wurden. Ergänzend wurden die kurzfristigen Veränderungen des positiven und negativen Affekts sowie der Körperwahrnehmungen und sozialen Kompetenz von 77 Patienten durch Fragebögen erfasst. Außerdem wurde bei 38 Patienten die subjektiv empfundene Wirksamkeit der Bonding-Therapie im Vergleich zu anderen Therapien erhoben. Hypothesenkonform ergaben sich eine Erhöhung des positiven und eine Abschwächung des negativen Affekts nach dem Bonding. Zudem konnten Verbesserungen in der sozialen Kompetenz und Körperwahrnehmung festgestellt werden. Auch besitzt das Bonding für die Patienten einen hohen Stellenwert in ihrem Therapieprozess. Diese Befunde sowie weitere zentrale Punkte der Theorie wurden in den Interviews bestätigt. Es bleiben allerdings auch einige Fragen offen, die in der Diskussion neben weiteren praktischen Implikationen aufgegriffen und diskutiert werden.
12. Jana Schmitz (gemeinsam mit Lea M. Rohde) (delegiert an Daniel Holt)
Bonding-Psychotherapie - Eine qualitative und quantitative Exploration. Eine Untersuchung in der Psychosomatischen Klinik Bad Herrenalb
Da bisher noch wenig Forschung zur Bonding-Psychotherapie vorliegt, exploriert die vorliegende Arbeit diese neuere Art der humanistischen Therapie, um ihre Wirkung für die Patienten besser zu verstehen. Darüber hinaus soll sie mit der Theorie abgeglichen und mögliche Fragestellungen für zukünftige Forschung generiert werden. Die Theorie der Bonding-Psychotherapie weist viele Gemeinsamkeit mit der Emotionsfokussierten Therapie auf. In der therapeutischen Praxis werden körperliche Näheübungen gemacht, wobei der Fokus auf der Bewusstwerdung, dem Erleben und Ausdrücken von Gefühlen liegt. Das Ziel der Therapie ist, den Menschen zu mehr Bedürfnisbefriedigung zu befähigen, die sich in einer funktionalen Beziehungsgestaltung zu sich und anderen äußert.
Um dies zu untersuchen, wurden zunächst Interviews mit 15 Patienten geführt, in denen Erfahrungen sowie Fortschritte in der Therapie erfragt wurden. Ergänzend wurden die kurzfristigen Veränderungen des positiven und negativen Affekts sowie der Körperwahrnehmungen und sozialen Kompetenz von 77 Patienten durch Fragebögen erfasst. Außerdem wurde bei 38 Patienten die subjektiv empfundene Wirksamkeit der Bonding-Therapie im Vergleich zu anderen Therapien erhoben. Hypothesenkonform ergaben sich eine Erhöhung des positiven und eine Abschwächung des negativen Affekts nach dem Bonding. Zudem konnten Verbesserungen in der sozialen Kompetenz und Körperwahrnehmung festgestellt werden. Auch besitzt das Bonding für die Patienten einen hohen Stellenwert in ihrem Therapieprozess. Diese Befunde sowie weitere zentrale Punkte der Theorie wurden in den Interviews bestätigt. Es bleiben allerdings auch einige Fragen offen, die in der Diskussion neben weiteren praktischen Implikationen aufgegriffen und diskutiert werden.
13. Carolin Schütz (delegiert an Daniel Holt)
Emotionsregulation und Ängstlichkeit - Eine fMRT-Studie
14. Raoul Spechea
Emotionsregulation im Unternehmenskontext - Entwicklung eines Trainingskonzeptes zur Verbesserung der Emotionsregulationskompetenzen
Die vorliegende Arbeit erläutert das Emotionsregulationsmodell von Gross (1998b) und gibt einen Forschungsüberblick über die Effektivität der Emotionsregulationsstrategien aus diesem Modell in einigen ausgewählten Kontexten. Auf dieser Grundlage wird ein Trainingskonzept zur Verbesserung der Emotionsregulationskompetenzen für Trainer in Personalentwicklungen entwickelt. In diesem Training sollen speziell die Fähigkeiten der Emotionsregulation in Hinblick auf die Vorbereitung und Durchführung ihrer Trainingsmaßnahmen im jeweiligen Unternehmen verbessert werden. Dabei lernen die Trainingsteilnehmer wie Emotionen nach dem "modal model" (Gross & Thompson, 2007) entstehen und wie man sie nach dem Emotionsregulationsmodell von Gross (1998b) regulieren kann. Im Laufe des Trainings sollen sie über ihre eigenen Emotionsregulationsstrategien reflektieren und neue Strategien im Kontext der Vorbereitung und Durchführung ihrer eigenen Trainingsmaßnahmen erarbeiten. Die in der Trainingsmaßnahme erworbenen Emotionsregulationsstrategien können die Teilnehmer vor und während einer Trainingsmaßnahme einsetzen, um ihre Emotionen oder die der Teilnehmer aus ihren eigenen Trainings zu regulieren.
15. Jana Villioth (gemeinsam mit Fabian Ainser) (delegiert an Daniel Holt)
Schizophrenie und komplexes Problemlösen. Der Einfluss des lauten Denkens auf die Problemlöseleistung in der komplexen Mikrowelt Tailorshop
2010
1. Anina Augenstein (gemeinsam mit Fiona Ellerbrock)
Schizophrenie und komplexes Problemlösen. Der Einfluss des lauten Denkens auf die Problemlöseleistung in der komplexen Mikrowelt *Tailorshop*
Studien im Bereich neuropsychologischer Forschung legen nahe, dass Verbalisierung die Leistung schizophrener Patienten z.B. im Wisconsin-Card-Sorting-Test signifikant verbessern kann. Zudem verweisen allgemeinpsychologische Studien darauf, dass lautes Denken komplexen Problemlöseprozessen bei gesunden Stichproben förderlich sein kann. In dieser Pilotstudie sollte die generelle Durchführbarkeit einer Untersuchung schizophrener Patienten mit der komplexen computersimulierten Mikrowelt *Tailorshop* sowie einige vorläufige Hypothesen überprüft werden. N=16 schizophrene Patienten bearbeiteten das Programm *Tailorshop*; dabei wurde die Experimentalgruppe (n=8) instruiert, während des gesamten Problemlösevorgangs laut zu denken, während die Kontrollgruppe (n=8) die gleiche Aufgabe still bearbeitete. Erwartet wurde eine bessere Problemlöseleistung der laut denkenden Gruppe. Ein weiterer Blick galt der Frage, ob in der Experimentalbedingung eine bessere Problemlöseleistung mit einem höheren Anteil an metakognitiven Äußerungen in den Verbalprotokollen einhergeht, weshalb eine inhaltliche Analyse der Protokolle orientiert an einem Schema von van Gog et al. (2005) erfolgte.
Eine vorläufige Auswertung scheint tendenziell die Erwartungen insofern zu bestätigen, als deskriptiv eine bessere Problemlöseleistung der Experimentalgruppe beobachtet werden kann. Aufgrund der geringen Stichprobengröße ist keine inferenzstatistische Auswertung möglich. Die Umsetzbarkeit des vorgeschlagenen Designs konnte jedoch nachgewiesen und ein vorsichtiger "Beleg" der Erwartungen gegeben werden.
2. Claudia Bach
Die Basis der syntaktischen Verarbeitung: Eine Metaanalyse bildgebender Studien zur Frage der Verarbeitung komplexer Strukturen und Regelverletzungen
Die Psycholinguistik stellte lange vor der Zeit der bildgebenden Verfahren die Frage, warum Menschen als einzige Wesen komplexe syntaktische Strukturen verarbeiten und sogar korrigieren können. Levelt entwickelte im Bereich der Sprachproduktion seine These vom mentalen Lexikon, das als eine Art Wortspeicher Wörter einordnen, dekodieren und produzieren kann. Dabei ging man zunächst von seriellen Modellen aus. Demgegenüber sahen die interaktiven Modelle den Vorgang der Sprachverarbeitung als eine Art Netzwerk, in dem die einzelnen, für die Sprachverarbeitung als eine Art Netzwerk, in dem die einzelnen, für die Sprachverarbeitung zuständigen Areale durch Knotenpunkte und neuronale Verbindungen miteinander in Kontakt stehen und so eine Simultanität der ablaufenden Vorgänge gewährleisten. Die syntaktischen Modelle brachten die Erkenntnis, dass es für das Verständnis, den Aufbau und die Korrektur komplexer Satzstrukturen einen eigenen Speicher gibt. Friederici und andere Neurowissenschaftler suchten nach der neurophysiologischen Entsprechung der Verarbeitung und Berichtigung komplexer Satzstrukturen im Gehirn und stellten mit Hilfe der Verfahren fMRI und PET fest, welche Areale im Gehirn aktiv sind, wenn Probandinnen komplexe Satzstrukturen verarbeiten und mit syntaktischen Verletzungen konfrontiert werden. Demgegenüber weisen Newman et al. darauf hin, dass eine exakte Trennung zwischen semantischer und syntaktischer Ebene bei der Zuweisung der Hirnareale nicht möglich ist und bei der Integration syntaktischer Informationen der präfrontale Cortex ebenfalls beteiligt zu sein scheint. Wahl macht auf die vorbereitende Funktion des Thalamus bei der Berichtigung syntaktischer Verletzungen aufmerksam. Die eigenen Untersuchungen bestätigen im Wesentlichen die Untersuchungen von Friederici, entdecken aber bei der Auswertung der Gehirnaktivität im Falle syntaktischer Verletzungen auch andere zerstreute Cluster. Als mögliche Diskussionspunkte der zahlreichen Theorien zur Sprachproduktion sei deshalb zuerst vor allem die Frage herausgegriffen, ob der Vorgang der Sprachverarbeitung nicht weitaus komplexer ist als etwa Friederici dies in ihrem Modell annimmt.
3. Lisa Clausen
Involvement of mirror neurons during action observation - an ALE meta-analysis
An exciting neuroscientific field of research are mirror neurons, which in monkeys fire both during action execution and action observation. Although direct evidence is missing, a human mirror neuron system is assumed, which plays a crucial role in several cognitive functions. In the present work, an ALE meta-analysis was conducted to quantitatively integrate the abundance of neuroimaging studies on putative mirror regions. The analysis revealed a fronto-parietal action-observation network, including BA 44, PMd, PMv, BA 7/10 and temporo-occipital areas. Additional sub-analyses for objects and non-object directed actions revealed different activation patterns. Object-sensitivity was found in the PMv, but not in BA 44, questioning the assumption of BA 44 as a human homologue for monkey mirror area F5. The results also indicate that object-directedness might be an important property of human mirror neurons. Furthermore, the findings are discussed with respect to meta-analyses on imitation and suggest a common neuronal basis.
4. Fiona Ellerbrock (gemeinsam mit Anina Augenstein)
Schizophrenie und komplexes Problemlösen. Der Einfluss des lauten Denkens auf die Problemlöseleistung in der komplexen Mikrowelt *Tailorshop*
Studien im Bereich neuropsychologischer Forschung legen nahe, dass Verbalisierung die Leistung schizophrener Patienten z.B. im Wisconsin-Card-Sorting-Test signifikant verbessern kann. Zudem verweisen allgemeinpsychologische Studien darauf, dass lautes Denken komplexen Problemlöseprozessen bei gesunden Stichproben förderlich sein kann. In dieser Pilotstudie sollte die generelle Durchführbarkeit einer Untersuchung schizophrener Patienten mit der komplexen computersimulierten Mikrowelt *Tailorshop* sowie einige vorläufige Hypothesen überprüft werden. N=16 schizophrene Patienten bearbeiteten das Programm *Tailorshop*; dabei wurde die Experimentalgruppe (n=8) instruiert, während des gesamten Problemlösevorgangs laut zu denken, während die Kontrollgruppe (n=8) die gleiche Aufgabe still bearbeitete. Erwartet wurde eine bessere Problemlöseleistung der laut denkenden Gruppe. Ein weiterer Blick galt der Frage, ob in der Experimentalbedingung eine bessere Problemlöseleistung mit einem höheren Anteil an metakognitiven Äußerungen in den Verbalprotokollen einhergeht, weshalb eine inhaltliche Analyse der Protokolle orientiert an einem Schema von van Gog et al. (2005) erfolgte.
Eine vorläufige Auswertung scheint tendenziell die Erwartungen insofern zu bestätigen, als deskriptiv eine bessere Problemlöseleistung der Experimentalgruppe beobachtet werden kann. Aufgrund der geringen Stichprobengröße ist keine inferenzstatistische Auswertung möglich. Die Umsetzbarkeit des vorgeschlagenen Designs konnte jedoch nachgewiesen und ein vorsichtiger "Beleg" der Erwartungen gegeben werden.
5. Simon Faller
Konsistenz und Spezifität der Herzratenvariabilität
Die Herzratenvariabilität (HRV), d.h. das Ausmaß von periodischen Schwankungen in der Herzfrequenz, wird von Aktivitätsänderung in den beiden Armen des autonomen Nervensystems ausgelöst. Insbesondere die mit der Atmung zusammenhängenden Schwankungen (respiratorische Sinus-Arrythmie, RSA) stellen einen Indikator für die Aktivität bzw. Flexibilität des parasympathischen Nervensystems dar. In der bisherigen Forschung zeigten sich zwischen der parasypathisch vermittelten HRV und verschiedenen psychologischen Konstrukten, wie z.B. Ängstlichkeit, Depressivität oder Schmerzempfindlichkeit, nur niedrige bis mittelgroße Korrelationen. Um zu untersuchen, ob dieser Befund möglicherweise auf eine niedrige zeitliche Stabilität und transsituative Konsistenz von Maßen der HRV zurückführbar ist, wurde vor dem Hintergrund der Latent-State-Trait-Theorie ein Strukturgleichungsmodell aufgestellt. An einer Stichprobe von N = 41 Versuchspersonen wurden zu vier Messzeitpunkten im Abstand von jeweils vier Wochen je drei Messungen der HRV durchgeführt. Als Maße der HRV wurden die RSA (Varianz im Frequenzbereich 0.12-0.40 Hz), die Wurzel der mittleren quadrierten Differenzen zwischen aufeinander folgenden Interbeat-Intervallen (RMSSD) sowie der Prozentanteil von Interbeat-Intervallen > 50 ms (pnn50) berechnet. Die Passung des Strukturgleichungsmodells wurde evaluiert und auf Basis der Parameterschätzungen des Modells wurden Koeffizienten für die Konsistenz und Spezifität, also den Anteil von Eigenschaften der Person und Faktoren der Situation an der beobachteten Varianz der Variablen, bestimmt. Es zeigte sich, dass etwa 70% der Varianz von Maßen der HRV auf zeitlich stabile und transsituativ konsistente Eigenschaften der Personen zurückführbar sind und nur etwa 20-25 % der Varianz durch situative Faktoren erklärt werden können. Damit stellt geringe zeitliche Stabilität und transsituative Konsistenz keine plausibe Erklärung für die geringe Höhe der berichteten Zusammenhänge zwischen der HRV und psychologischen Konstrukten dar.
6. Diana Heidenwolf
Alles unter Kontrolle? Der Einfluss von erlernter Hilflosigkeit auf das einfache Problemlösen bei Menschen mit geistiger Behinderung
Nach der Theorie der erlernten Hilflosigkeit von Seligman (1973) ist die subjektive Wahrnehmung von Nicht-Kontingenz und die generalisierte Erwartung von Unkontrollierbarkeit ein Auslöser für motivationale, emotionale und kognitive Defizite. Menschen mit geistiger Behinderung sind unkontrollierbaren Ereignissen objektiv gesehen sehr häufig ausgesetzt. Viele Studien haben Kinder oder Jugendliche mit Lernschwierigkeiten oder einer leichten geistigen Behinderung untersucht. Eine Studie mit mittelgradig geistig behinderten erwachsenen Menschen konnte die Autorin nicht ausfindig machen. Daher sollen für die ebengenannte Personengruppe Auswirkungen einer Unkontrollierbarkeitserfahrung auf die gezeigte Leistung bei einer einfachen Problemlöseaufgabe untersucht werden. Zur Induktion der Hilflosigkeit wurde der Wisconsin Kartensortiertest ausgewählt, zur Erhebung der Problemlösefähigkeit das Puzzlespiel RushHour. Weiterhin wird angenommen, dass betroffene Menschen, die in einem Wohnheim leben, objektiv gesehen weniger Kontrolle haben und daher mehr Hilflosigkeit zeigen, als Menschen, die in Außenwohnungen leben. Schließlich wurde noch der Einfluss des Attributionsstils untersucht. Es stellte sich heraus, dass die gesamte Stichprobe hilfloses Verhalten in Form einer Leistungsreduzierung zeigte. Ein Unterschied hinsichtlich der Wohnform konnte nicht nachgewiesen werden. Obwohl die Mehrheit der Stichprobe einen tendenziell pessimistischen und somit hilflosigkeitsförderlichen Attributionsstil aufwies, konnte ein Zusammenhang mit hilflosem Verhalten nicht festgestellt werden.
7. Laurence Joseph
Analyse des Einflusses von Emotionen auf kognitive Prozesse anhand von Laut-Denk-Protokollen
Diese Arbeit stellt einen ersten Versuch dar, den Einfluss positiver und negativer Emotionen auf das komplexe Problemlösen anhand von Laut-Denk-Protokollen zu beschreiben. Dabei werden Assimilations- und Akkomodationsprozesse untersucht. Laut-Denk-Protokolle stellen eine optimale Methode zur Erfassung solcher kognitiven Prozesse dar, weil dieses Verfahren ermöglicht, kognitive Prozesse direkt zu analysieren und zu untersuchen. Zur Kodierung der Laut-Denk-Protokolle und zur Auswertung assimilativer und akkomodativer Prozesse wurde ein Kodierungssystem entwickelt. Fiedler (2000) konnte zeigen, dass Emotionen als Schaltfunktion die Art der Informationsbearbeitung determinieren. Nach Fiedler fördern positive Emotionen Assimilation, während negative Emotionen zur Akkomodation führen. Um diese These zu prüfen, bearbeiteten 30 Probanden das von Funke (2003) überarbeitete komplexe Problemszenario Tailorshop, bei dem auch die Problemlösegüte erfasst werden kann. Die Emotionen wurden anhand von Leistungsfeedbacks während der Bearbeitung des komplexen Problems induziert und anschließend mit einer deutschen Kurzform von "Positive and Negative Affect Schedule" (PANAS) überprüft. Um mögliche Wechselwirkungen mit der Motivation auszuschließen, wurde die Motivation der Probanden bei der Bearbeitung des komplexen Problems Tailorshop abgefragt. Die gutgestimmten Probanden waren insgesamt motivierter als schlechtgestimmte Probanden. Die Ergebnisse zeigen, dass positive (gute) Emotionen zu mehr positiven Äußerungen führten und negative (schlechte) Emotionen zu mehr negativen Äußerungen führten. Außerdem förderten positive Emotionen überraschenderweise Akkomodationsprozesse, während negative Emotionen Assimilationsprozesse begünstigten. Bezüglich der Problemlösegüte konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen positiven und negativen Emotionen gefunden werden.
8. Sandra Longino
Eine gestörte Familendynamik als prädisponierender Faktor für die Herausbildung einer Bulimie (Review)
Ziel: Gegenstand der vorliegenden Bachelor-Thesis war es zunächst, eine reviewartige Übersicht über den aktuellen Forschungsstand zur Entstehung einer Bulimie bereitzustellen. Gleichzeitig leistete die Arbeit jedoch auch den Versuch, die Erforschung des Zusammenhangs zwischen der Familiendynamik und der Herausbildung einer bulimischen Essstörung dahingehend zu konkretisieren, als dass sie eine Abstufung vornahm, die das Ausmaß repräsentiert, in dem unterschiedliche familiäre Aspekte eine Bulimie unterschiedlich stark bedingen können. Zentral hierfür waren 4 Studien, die das familiäre Umfeld mittels der 10 Subskalen der Family Environment Scale (FES, Moos & Moos, 1994) erfassten.
Methoden: Mithilfe der Berechnung von Effektstärken sollte gezeigt werden, welche der 10 FES-Subskalen am stärksten den Ausbruch einer Bulimie vorhersagte. Anhand des Determinationskoeffizienten konnte schließlich ermittelt werden, wie viel Varianz an der Entstehung einer bulimischen Essstörung die einzelnen Variablen aufklärten.
Ergebnisse: Die familiäre Kohäsion erwies sich mit einer Effektstörke von r = 0,33 und einer Varianzaufklärung von nahezu 11% als stärkster Prädiktor für die Herausbildung einer Bulimie. Den zweit- und drittstärksten Vorhersagewert erbrachten die familäre Expressivität und die familäre Unabhängigkeit mit einem Korrelationskoeffizienten von r = 0,29 bzw. 0,27. Mit einer Effektstärke von r = 0,24 sagten sowohl die familäre Freizeitorientierung als auch familiäre Konflikte den Ausbruch einer Bulimie erstaunlichwerweise in gleichem Maße vorher. Erwartungkonträr konnte die familäre Leistungsorientierung mit einer Effektstärke von r = 0,19 nur in schwachem Maße zur Entstehung einer Bulimie Beitragen. Noch weniger ausschlaggebend für den Ausbruch einer Bulimie waren die familiäre intellektuell-kulturelle Orientierung sowie die familiäre Kontrolle mit einer Effektstärke von r = 1,7 bzw. r = 1,5. Ebenfalls nicht zu erwarten gewesen war, dass die familiäre Organisation mit einem Korrelationskoeffizienten von r = 0,12 der zweitschwächste Prädiktor für eine Bulimie war. Mit r = 0,08 trug die familiäre moralisch-religiöse Orientierung am allerwenigsten zur Entstehung einer bulimischen Essstörung bei.
Diskussion: Die Befunde werden vor dem Hintergrund der Literatur diskutiert.
9. Stefanie Neubrand
Dankbarkeit. Altes neu entdeckt - Ein Forschungsüberblick
Drei verschiedene Blickrichtungen liegen diesem Forschungsüberblick zur Dankbarkeit zugrunde. Nach Vorstellung der grundlegenden psychologischen Konzeptualisierungen zur Dankbarkeit erfolgt der erste Blick in die Vergangenheit der Dankbarkeit. Über die Geschichte der Philosophie und Theologie hinweg, stellte die Dankbarkeit eine wertvolle Tugend dar, die kultiviert werden sollte. Die anthropologische Forschung spricht vom Gesetz der Dankbarkeit und verweist auf Untersuchungen über Naturvölker. Der Blick in die Gegenwart bietet eine Übersicht über die junge psychologische Dankbarkeitsforschung. Nach Vorstellung der Messinstrumente von Dankbarkeit wird die aktuelle Forschung zu Dankbarkeit und prosozialem Verhalten sowie zu Dankbarkeit und subjektivem Wohlbefinden vorgestellt, welche die wesentlichsten Forschungsströme der Dankbarkeitsforschung darstellen. Im Anschluss werden verschiedene Dankbarkeitsinterventionen sowie klinische Implikationsmöglichkeiten dargelegt. Der dritte Blick richtet sich in die Zukunft und stellt auf Basis einer sowohl würdigenden als auch kritischen Betrachtung verschiedene Herausforderungen der zukünfitigen Dankbarkeitsforschung sowie potenzielle klinische Implikationsmöglichkeiten heraus.
10. Anna L. Steinhage (delegiert an PhD Jochen Menges)
Transformational leadership climate, unit effectiveness, and the counterintuitive role of negative affective tone
A substantial body of research has investigated the outcomes and mechanisms of transformational leadership on the level of inividual employees. As teams become increasingly prevalent and important in organizations, however, the investigation of transformational leadership processes at a higher level of analysis increasingly becomes a concern for reasearchers. At the same time, scholars have highlighted the importance of considering boundary conditions in transformational leadership studies and have called for directly integrating context factors into organizational theories.
The thesis addresses these concerns and aims to extend the existing literature by investigating the relationship between transformational leadership climate, and organizational commitment, and unit effectiveness at the level of work units. Moreover, it suggests that the shared emotion of negative affective tone in work units represents a context factor that influences these linkages. The hypothesized relationships are interated to form a conceptual model of moderated mediation.
The proposed model is empirically tested on a sample of 206 military work units comprising 8,564 members. Respondents provided self-report data by completing an online survey. Results are consistent with the proposed model, showing that transformational leadership climate relates to unit effectiveness through the mechanisam of unit organizational commitment, and that the enhancing link between unit organizational commitment and unit effectiveness is stronger when negative affective tone in the work unit is high.
This thesis advances theory building in management research and connects leadership research to the growing literature on emotions in organizations by developing an integrated conceptual model that specifies the mechanisms and context conditions linking transformational leaderhsip climate and unit effectiveness. The findings highlight the importance of studying how collective affective states at the workplace might interact with attitudes, thereby influencing behavior and work outcomes. Moreover, the findings point to practical implications as well as promising avenues for future research.
11. Katharina Weskamp
Emotion und Kognition. Studie zur Auswirkung von positiver und negativer Stimmung auf die Leistung in einem Intelligenztest
Die vorliegende Arbeit untersucht inwiefern sich positive und negative Stimmung auf die Leistung in einem Intelligenztest auswirken. Angenommen wurde dabei, dass negativ gestimmte Probanden mehr Aufgaben eines Intelligenztests richtig lösen und mehr Zeit für die Bearbeitung aufbringen, da sie aufwändigere Verarbeitungsstrategien verwenden als positiv gestimmte Personen. Die 66 Teilnehmer wurden dazu randomisiert auf die beiden Bedingungsgruppen "Negative -" vs. "Positive Stimmung" aufgeteilt und bearbeiteten während der Stimmungsinduktion durch ausgewählte Musikstücke die Raven's Advanced Progressive Matrices (APM). Es zeigte sich, dass die unterschiedliche Stimmung keinen signifikanten Effekt auf die Leistung im Intelligenztest hatte, weder auf die Anzahl richtig gelöster Matrizen noch auf die Bearbeitungszeit. Auf Grund einer eher erfolglosen Induktion der negativen Stimmung müssen diese Ergebnisse aber unter Vorbehalt interpretiert werden.
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