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Messbar Konzentriert? Wie sich Mind-Wandering Episoden mit einem EEG erfassen lassen

Titel

Messbar Konzentriert? Wie sich Mind-Wandering Episoden mit einem EEG erfassen lassen

AutorInnen

Schilowsky, M., Overbeck, N., Huber, M.

Abstract

Atemfokussierte Meditationen sind gerade bei nicht erfahrenen Meditierenden von abwechselnden Phasen der Konzentration und des Mind-Wandering gekennzeichnet. Unter Mind-Wandering wird ein Zustand verstanden, in dem die Aufmerksamkeit von der Aufgabe abdriftet und sich anderen Dingen zu wendet. Das Ziel dieses Forschungsprojekt war es zu testen, ob diese Phasen während der Meditation anhand von neuronalen Maßen erkennbar sind, und ob die Ergebnisse über zwei Messpunkte hinweg konsistent sind. Dafür wurden eine kontinuierliche EEG-Messung mit Feedback der Versuchspersonen kombiniert. Die relevanten Frequenzbereiche des EEG waren Theta und Alpha, da insbesondere das Frontal-Midline Theta mit Mind-Wandering in Verbindung gebracht wird, und die Alpha-Aktivität mit Aufmerksamkeitskontrolle. Zur Vergleichbarkeit wurde aus beiden Amplituden ein Theta-Alpha-Ration gebildet. Erwartet wurde, dass die Theta-Alpha-Ratio mit subjektiv berichteten Mind-Wandering steigt (H1), und dass die Ergebnisse intrapersonell über zwei Messzeitpunkte konstant sind (H2). Es wurde ein EEG benutzt, mit dem die Mind-Wandering- und Mediationsepisoden, über einen Zeitraum von ca. 33 Minuten gemessen wurden. In dieser Zeit ertönten 32 Prompts in einem Abstand von 30 bis 90 Sekunden. Über ein Tastenfeedback wurde der subjektiv erlebte Zustand erhoben und über zwei Messzeitpunkte hinweg die Ergebnisse verglichen. Die erste Hypothese lies sich nur für die zweite Sitzung bestätigen, bei der ersten Sitzung wurde auch bei hohem Theta-Alpha-Ratio ein Konzentrationszustand rückgemeldet. Von 15 Versuchspersonen haben 7 in der zweiten Sitzung einen Effekt in der erwarteten Richtung gezeigt, eine Person mit einem statistisch signifikanten Wert von p=0.01. Die zweite Hypothese ließ sich nicht bestätigen, es gab keinen intrapersonellen Zusammenhang zwischen den Sitzungen.

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