Titel
A Rejection Mind-Set: Online Dating Studie
AutorInnen
Neckernuss, N., Guder, E., Gutzeit, J., Heilmann, L.
Abstract
Zunehmende Digitalisierung hat Einfluss auf alle Lebensbereiche, so auch auf Beziehungen und Datingerfahrungen. So gibt es in den letzten Jahren viele verschiedene Online-Dating-Apps und die Zahl potenzieller gebotener Partner:innen ist so groß wie nie zuvor. Da dennoch immer mehr Menschen Single bleiben, untersucht diese Studie das von Pronk und Denissen (2020) postulierte „Rejection-Mind-Set“ im Online-Dating, also die Annahme, dass Menschen immer mehr Profile ablehnen, je mehr sie bereits zuvor abgelehnt haben. Hierfür wurde eine überwiegend weibliche Stichprobe von 150 Personen zwischen 18-30 Jahren untersucht, die 40 Profilbilder wie in einer Dating-App entweder „liken“ oder „disliken“ sollten. Mithilfe eines Between-Subjects-Designs, bei dem die Kontrollgruppe die 40 Bilder in randomisierter Reihenfolge und die Experimentalgruppe die 12 am schlechtesten bewerteten Bilder zuerst präsentiert bekam, wurde geprüft, ob die Experimentalgruppe eine insgesamt höhere Ablehnungsrate aufweist. Der durchgeführte t-Test zeigt keinen signifikanten Unterschied zwischen der Experimental- und der Kontrollgruppe. Explorative Analysen ergaben jedoch einen signifikanten Zusammenhang von weiblichem Geschlecht und höheren Ablehnungsraten. Die Ergebnisse lassen sich allerdings nur eingeschränkt interpretieren und auf Online-Dating übertragen, da es insgesamt sehr hohe Ablehnungsraten gab (Deckeneffekt) und diese auch durch gezielte Manipulation nur noch schlecht verstärkt werden konnten. Außerdem sind in echten Online-Dating-Profilen sehr viel mehr Informationen als nur ein Bild gegeben.
Schlagworte