Interdisziplinäre Kompetenz

Themengebiet Interdisziplinarität im Unternehmen


Interdisziplinäre Kompetenz in Organisationen  

Bearbeitung: Yannik Schleiting, abgeschlossen

Diese Studie untersucht, welche Fähigkeiten und Kenntnisse Mitarbeiter von Unternehmen mitbringen müssen, um interdisziplinär (also bspw. abteilungsübergreifend, im Rahmen von Projekten, mit Mitgliedern aus unterschiedlichen Fachbereichen etc.) arbeiten zu können. Erste Ergebnisse zeigen, dass das Kompetenzmodell „Interdisziplinäre Handlungskompetenz“ auch im Unternehmenskontext seine Gültigkeit besitzt. Mögliche Unterschiede bei den benötigten Kompetenzen zwischen Wissenschaft und Organisation werden derzeit weiter Untersucht.

 

Innovation in Start-Up-Unternehmen – Die Rolle von Interdisziplinarität

Bearbeitung: Annika Hoffmann, abgeschlossen 

Die Innovationskraft des Unternehmens stellt insbesondere bei Start-Ups einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. In dieser Studie wurde der Frage nachgegangen werden, welche Prozesse und Bedingungsfaktoren eine Rolle bei der Innovationsfähigkeit von Start-Up-Unternehmen (N = 65) spielen. Da gemischte Teams eine größere Chance haben, komplexe Probleme zu lösen, wurde als möglicher Einflussfaktor auch eine interdisziplinäre Teamzusammensetzung untersucht (N = 55). Es zeigte sich, dass Faktoren wie z.B. eine geteilte Teamvision einen positiven Effekt auf die Innovationsleistung von Start-Ups haben. Allerdings wird ein solch positiver Zusammenhang für viele Faktoren durch interdisziplinäre Kompetenz moderiert, d.h. nur wenn die notwendige Kompetenz vorhanden war, zeigten sich die positiven Effekte von z.B. aufgabenbezogenen Diskussionen oder Unterstützung für Innovation.

 

Ein interdisziplinäres Kompetenzmodell für den Unternehmenskontext

Bearbeitung: Xuesi Li, Simone Brandstädter, abgeschlossen 

Interdisziplinäre Kompetenzen sind nicht nur im Forschungsumfeld sondern auch im Unternehmen wichtig. In einem großen deutschen Softwareunternehmen wurden zunächst halbstrukturierte Interviews mit Teammitgliedern (N=10) zu förderlichen und hinderlichen Verhaltensweisen in der interdisziplinären Zusammenarbeit geführt. Die anschließend abgeleiteten Kompetenzen wurden Experten (d.h. Projektleitern, N=30) zur Einschätzung vorgelegt. Im Modell bestätigten sich viele Kompetenzen, jedoch zeigten sich auch spezifische für den Unternehmenskontext, wie beispielsweise Pragmatismus oder Autonomie. Welche Unterschiede sich in der Wichtigkeit einzelner Kompetenzen im Unternehmens- und Forschungskontext zeigen, wird weiter untersucht.

 

 

Themengebiet Förderung interdisziplinärer Kompetenzen


IntAKt – Erfolgreiche Interdisziplinäre Arbeitsgruppen durch Kompetenztraining

Bearbeitung: Alexandra Kessler, Jan Schittenhelm, Simone Brandstädter 

In einer großangelegten Studie soll ein arbeitspsychologisches Training für erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit evaluiert werden. Das zweitägige Training schult die Fähigkeit mit Personen aus unterschiedlichen Fachrichtungen produktiv zusammenzuarbeiten. Das Ziel soll dabei sein, alle unterschiedlichen fachlichen Erkenntnisse gewinnbringend zu vereinen und gleichermaßen die eigene fachliche Perspektive klar zu vertreten. Im Fokus des Trainings steht eine effektive gemeinsame Zielsetzung, das gegenseitige Wahrnehmen der fachlichen Stärken, sowie das Integrieren der durch andere Disziplinen hinzugewonnen Perspektiven. In vielen praktischen Übungen werden konkrete Fähigkeiten trainiert, die sich im Rahmen vorheriger Untersuchungen als besonders hilfreich für interdisziplinäre Projekte erwiesen haben. Im kurzweiligen, interaktiven Setting gewinnt man so hilfreiches Handwerkzeug für eine erfolgsversprechende Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg. Derzeit werden noch weitere Trainingsteilnehmer gesucht! Sollten Sie Interesse haben, melden Sie sich unverbindlich bei uns!

 

Mini-Interventionen für erfolgreiche Zusammenarbeit: Kann man Interdisziplinarität aktivieren?

Bearbeitung: Madlena Ivanova, abgeschlossen

Aus dem Coaching ist bekannt, dass auch kleine Interventionen Effekte haben können. Des Weiteren ist es möglich, gewisse Eigenschaften oder Ressourcen in einer Person zu aktivieren und ihr damit zugänglicher zu machen. Es soll der Frage nachgegangen werden, ob es mit kleinen Übungen gelingt, interdisziplinäre Kompetenzen zu fördern. In dieser Studie wurde eine kurze Achtsamkeitsübungen entwickelt und anschließend mithilfe einer Vignetten-Onlinestudie (N = 119) getestet, ob Perspektivenübernahme/Empathie aktiviert werden kann. Erste Ergebnisse zeigen Unterschiede in den Perspektivenübernahme-/Empathie-Ratings zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe, der Einfluss auf interdisziplinäre Konfliktsituationen wird derzeit weiter untersucht.

 

Pilotstudie zum Training interdisziplinärer Kompetenz

Bearbeitung: Martina Koleva, Simone Brandstädter, abgeschlossen  

In einem ersten Pilottraining wurde untersucht, ob sich interdisziplinäre Kompetenzen fördern lassen. Medizinische und informatische Doktoranden eines medizintechnischen Graduiertenkolleg (N=18) nahmen gemeinsam an einem eintägigen Training zur Förderung interdisziplinärere Zusammenarbeit teil. Es zeigten sich mittlere bis starke positive Kurz- und Langzeiteffekte bei Variablen des Teamklimas (z.B. Ziel- und Rollenklarheit, Synergie, Kontaktpflege) sowie eine Erhöhung von sowohl Qualität als auch Quantität der interdisziplinären Zusammenarbeit nach acht Wochen. Diese Einschätzung der Trainingsteilnehmer konnte durch die unabhängige Befragung der interdisziplinären Teampartner bestätigt werden.

 

 

Themengebiet Interdisziplinäre Kompetenz


Fragebogen zur interdisziplinären Kompetenz

Bearbeitung: Lena Kölmel 

Ziel dieser Studie ist es, einen Fragebogen für interdisziplinäre Kompetenz zu entwickeln und zu validieren. Aufbauend auf dem Kompetenzmodell „Interdisziplinäre Handlungskompetenz“ wurden Items zu den fünf Kompetenzfaktoren entwickelt und werden nun zur Validierung an einer Vielzahl von Personen erhoben. Der Fragebogen dient zur Selbsteinschätzung der eigenen Kompetenzen und zur Evaluation von Trainingsmaßnahmen. Es werden noch Teilnehmer gesucht! Helfen Sie uns, indem Sie hier direkt an der Studie teilnehmen und bei der Validierung des Fragebogens unterstützen!

 

Modellierung und Validierung des Kompetenzmodells „Interdisziplinäre Handlungskompetenz“

Bearbeitung: Simone Brandstädter, abgeschlossen 

Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen stellt eine besondere Herausforderung dar. Zur gezielten Förderung ist es wichtig zu wissen, welche Kompetenzen für eine erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit nötig sind. In mehreren Einzelstudien wurden wichtige Kompetenzen identifiziert (halbstrukturierte Interviews: N=33), erforderliche Ausprägungsgrade durch Experten eingeschätzt (N=60) und anhand einer Mitarbeiterbefragung (N=210) validiert. Das entstandene Modell gliedert sich in fünf Faktoren: Spezialkompetenzen, Themenkompetenzen, Führungskompetenzen, Teamkompetenzen und Arbeitskompetenzen. Das Kompetenzmodell stellt eine empirisch abgesicherte Basis für die Entwicklung von Fördermaßnahmen, die Personalauswahl oder für weitere Forschung zu interdisziplinärer Teamarbeit dar.

 

The Interdisciplinarian? – Welche Faktoren hängen mit interdisziplinärer Kompetenz zusammen?

Bearbeitung: Charlotte Kraus, Simone Brandstädter, abgeschlossen

Im Rahmen der Validierung des Kompetenzmodells „Interdisziplinäre Handlungskompetenz“ wurde mittels Strukturgleichungsmodellen der Zusammenhang von Kompetenzniveau und verschiedenen Faktoren untersucht. Die Faktorstruktur mit fünf Kompetenzbereichen und einer Gesamtkompetenz zweiter Ordnung konnte bestätigt werden. Zudem zeigten sich substanzielle Zusammenhänge mit interpersonaler Kompetenz, Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit.

 

 

Themengebiet Erfolgsbedingungen interdisziplinärer Zusammenarbeit


Daily Incidents –Tägliche Vorkommnisse und deren Auswirkungen in der interdisziplinären Zusammenarbeit

Bearbeitung: Maren Grub, Simone Brandstädter, abgeschlossen

In einer Wochenbuchstudie wurden Personen gebeten, positive und negative Vorkommnisse in der täglichen interdisziplinären Zusammenarbeit aufzuschreiben (N = 487). Damit sollte zum einen geklärt werden, welche Herausforderungen sich tagtäglich in interdisziplinären Projekten zeigen und zum zweiten welche Rolle interdisziplinäre Kompetenz dabei spielt. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse wurde ein umfangreiches Kategoriensystem zu positiven und negativen Vorfällen erarbeitet. In der quantitativen Auswertung konnte gezeigt werden, dass diese Vorkommnisse unterschiedliche Auswirkungen haben: Während Personen mit niedrigem Kompetenzniveau bei Auftreten negativer Ereignisse einen Einbruch in der Qualität der Zusammenarbeit berichten, können Personen mit hohem Niveau ein stabil hohes Maß an Qualität aufrecht erhalten (Puffereffekt interdisziplinärer Kompetenz).

 

Immer das Gleiche? Unterschiede in Problembereichen verschiedener interdisziplinärer Projekte

Bearbeitung: Anna Bernhardt, Simone Brandstädter, abgeschlossen

Von welchen Problemen wird bei interdisziplinärer Zusammenarbeit berichtet? In dieser qualitativen Studie wurde untersucht, welche Bereiche (z.B. Kommunikation, Arbeitsabläufe, Methoden) besonders von Schwierigkeiten betroffen sind. Bei der Auswertung von Interviews mit Mitarbeitern (N=32) zweier technisch und zweier gesellschaftlich ausgerichteter Graduiertenkollegs zeigte sich, dass vor allem Vorurteile  und Professionszentrismus, d.h. die Sichtweise, die eigene Disziplin wäre überlegen, eine bedeutsame Rolle spielen. In technisch ausgerichteten Projekten zeigten sich zudem vermehrt Probleme im Bereich der Gruppendynamik, wie z.B. mangelhaft koordinierte Arbeitsprozesse sowie unausgeglichener Nutzen für die Kooperationspartner.

 

Gleich und gleich streitet sich auch? Die Rolle der disziplinären Ähnlichkeit bei interdisziplinärer Zusammenarbeit

Bearbeitung: Solin Sarbast Shaker, Simone Brandstädter, abgeschlossen

In interdisziplinären Projekten kommen je nach Aufgabenstellung Personen aus sehr unterschiedlichen Fachbereichen zusammen. Bei Auswertung von N=744 Zusammenarbeiten zeigte sich empirisch, dass Disziplinen trotz interdisziplinärer Projektausrichtung die Präferenz haben, zumindest innerhalb ihrer eigenen disziplinären Kategorie (z.B. Natur- oder Geisteswissenschaften) zu kooperieren. Der Erfolg der Zusammenarbeit wurde mit zunehmender Ähnlichkeit zwischen den Disziplinen besser bewertet, ebenso bei höherem interdisziplinärem Kompetenzniveau. Die in der Literatur diskutierte Bedeutsamkeit von interdisziplinärer Erfahrung, konnte empirisch nicht bestätigt werden.

 

Tagebuchstudie zu interdisziplinärer Teamarbeit und Arbeitszufriedenheit, Engagement und Leistung

Bearbeitung: Theresa Neutze, Simone Brandstädter, abgeschlossen 

Der Erfolg eines interdisziplinären Teams hängt von vielen Faktoren ab, wie den Eigenschaften der Teammitglieder oder organisationalen Bedingungen. Interdisziplinär arbeitende Wissenschaftler (N=80) wurden an vier aufeinanderfolgenden Wochen über Faktoren der Zusammenarbeit befragt. Multilevel-Analysen zeigten, dass interdisziplinäre Handlungskompetenzen, Qualität und Intensität der Zusammenarbeit unterschiedliche Einflüsse auf Zufriedenheit und Leistung bei der Arbeit haben. Die Zusammenhänge wurden über das eigene Engagement vermittelt. Ein Einfluss der Häufigkeit des Kontaktes konnte entgegen bestehender Literatur nicht bestätigt werden.

 

Alle im selben Boot? Vergleich von interdisziplinärer und interkultureller Zusammenarbeit

Bearbeitung: Michaela Kammler, abgeschlossen 

In interdisziplinären Projekten kommen sehr unterschiedliche Menschentypen zusammen um an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, genau wie bei interkulturellen Projekten. Während es jedoch bereits Theorien, Modelle oder Fördermaßnahmen für interkulturelle Kompetenzen gibt, fehlen diese bislang für interdisziplinäre Zusammenarbeit. Aufbauend auf einem Vergleich der Konzepte Disziplin und Kultur wurden Gemeinsamkeiten in der Teamarbeit herausgearbeitet. Ein empirischer Vergleich (N=69) bestätigte weiter die Annahme, dass ähnliche Kompetenzen vonnöten sind. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen können interkulturelle Konzepte und Fördermöglichkeiten auf den interdisziplinären Kontext übertragen und deren Wirksamkeit dort evaluiert werden.

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