Gruppentherapien der Kinder- und Jugendpsychotherapie

 

Zusätzlich zur Einzeltherapie bietet das ZPP auch Gruppentherapien speziell für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an. Es erfolgt eine altersentsprechende Einteilung der Gruppen.
Die Gruppentherapien finden in regelmäßigen Abständen am ZPP Heidelberg, Adenauerplatz 6, 69115 Heidelberg statt.  Bei Interesse und Fragen bitte an kerstin.landenberger@zpp.uni-hd.de wenden.

Regelmäßig stattfindende Gruppen:

 

  • Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie für Kinder und Jugendliche mit Angststörungen

Die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie ist ein 12-wöchiges Programm zur Behandlung von Angststörungen (Semple & Lee, 2014). Durch Schulung ihrer Bewusstheit und ihres Mitgefühls sollen betroffene Kinder besser in die Lage versetzt werden, zwischen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen zu unterscheiden und so besser mit Symptomen und stressbehafteten Ereignissen umzugehen. Zu den Techniken gehören einfache Atemübungen, Körperbewusstheit und Achtsamkeit in den Fünf Sinnen. Mit Hilfe von Übungen für zu Hause und Anleitung der Eltern wird eine Integration in den Alltag ermöglicht.

 

  • ADHS-Gruppe für Kinder und Jugendliche

Die Gruppentherapie für Kinder mit ADHS ist angelehnt an die Inhalte und Methoden des Sommertherapiecamps (STC, Babocsai, 2016). Durch die konsequente und hochfrequente Verstärkung (Lob, Punkte) von angemessenen Verhaltensweisen erlernen die Kinder Emotionsregulationsstrategien und sozial kompetentes Verhalten. Zudem wird anhand verschiedener Aufgaben an der Aufmerksamkeitssteuerung gearbeitet und die Konzentration gefördert (angelehnt an das „Training für Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen – Attentioner“, Jacobs & Petermann, 2013).
Die Gruppentherapie für Kinder mit ADHS besteht aus 10 wöchentlichen Sitzungen.

 

  • ADHS Elterngruppe

In der Elterngruppe werden den Eltern grundlegende Strategien zum Umgang mit ADHS vermittelt. Diese sind angelehnt an die Inhalte und Methoden des Elterntrainings im Rahmen des Sommertherapiecamps (STC, Babocsai, 2016). Den Eltern werden zunächst theoretische Konzepte dargestellt (z. B. Verstärkung von erwünschtem Verhalten, Umgang mit Störverhalten, Anweisungen geben, Strategien zur Emotionsregulation, etc.). Anschließend üben die Eltern mit Unterstützung der Therapeuten die unterschiedlichen Strategien im Rollenspiel und selbstständig zu Hause ein.

 

  • Skills-Training für Jugendliche und junge Erwachsene mit Emotionsregulationsproblemen

Das Skills-Training orientiert sich an den Inhalten der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT-A, Fleischhaker et al., 2011) für Jugendliche mit Emotionsregulationsproblemen. Das 12-wöchige Programm besteht aus den Bausteinen Reduktion von selbstschädigendem Verhalten, Umgang mit Stress, Kontrolle über Gefühle, bewusstes Wahrnehmen von positiven Emotionen, Stärkung von Selbstvertrauen, adäquate Beziehungen aufbauen und statt extremer Verhaltensweisen den „Mittelweg finden“.

 

  • Soziales Kompetenztraining (SKT)
Das Soziale Kompetenztraining ist ein 8-wöchiges Programm. Das Programm ist angelehnt an die Manuale „Soziale Situationen meistern“ (Wekenmann & Schlottke, 2011) und „Gruppentraining sozialer Kompetenzen“ (Jürgens & Lübben, 2014). Die Teilnehmer lernen ihr Selbstvertrauen zu stärken, Freundschaften zu knüpfen und aufrechtzuerhalten, Gefühle bei sich und anderen wahrzunehmen und zu äußern, ohne dabei andere zu verletzen. Weitere zentrale Themen sind Konflikte angemessen zu lösen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen.

 

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Letzte Änderung: 29.09..2017 sp
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