Teilprojekt C6: Lügendetektion: Die Rolle von sprachlicher Information bei der Produktion und Detektion von Lügen in der dialogischen Kommunikation

Fachrichtung:  Sozialpsychologie, Sprache und soziale Kognition
Leiter:  Prof.Dr. Klaus Fiedler
mail: klaus_fiedler@psychologie.uni-heidelberg.de
Mitarbeiter:  Dr. Jeannette Schmid
mail: jeanschmid@gmx.de
Anschrift:  Psychologisches Institut
Hauptstr. 47-51
69117 Heidelberg
Tel.:  +49(0)6221 54-7270
Fax:  +49(0)6221 54-7745
Förderungszeitraum: 1/1995 - 12/1996

Thema des Projekts

Kurzbeschreibung: Lügen und Belogen-Werden (oft aus durchaus prosozialen Motiven heraus) ist Teil der Alltagserfahrung. Das Projekt befaßt sich damit, wie man glaubt, im Alltag Lügen erkennen zu kÖnnen, und welche Rolle sprachliche Hinweise dabei spielen. Besonderes Gewicht wird auf den Umstand gelegt, daß dieser Vorgang häufig dialogisch abläuft, d.h. es werden Rückfragen gestellt, die den Detektoren zusätzliche Informationen vermitteln sollen. Somit lassen sich vier Bereiche sprachlicher Hinweisreize unterscheiden:

(1) die von den Lügnern in ihre Kommunikation eingebauten,

(2) diejenigen, die die Frage-Strategie des Detektors beschreiben,

(3) die Merkmale, die die Reaktionen auf die Rückfrage aufweisen und

(4) diejenigen Hinweise. die die abschließende Beurteilung bestimmen.

In den Experimenten werden unter anderem folgende Merkmale untersucht: Ausführlichkeit, Anschaulichkeit, Konkretheit, Emotionalität und Seltenheit. 


Schlagworte: Dialog, Lügendetektion, Anker-Effekte. 


Literatur

Fiedler, K. (1990). Lügendetektion aus alltagspsychologischer Sicht. Psychologische Rundschau, 40, 127-140.

Fiedler, K. & Walka, I. (1993). Training lie detectors to use nonverbal cues instead of global heuristics. Human Communication Research, 20, 199-223.

Semin, G.R. & Fiedler, K. (1992). The inferential properties of interpersonal verbs. In G.R. Semin & K. Fiedler (Eds.), Language, interaction and social cognition (pp.58-78). London: Sage 


Publikationen