Teilprojekt C3: Initiative Reaktionen

Fachrichtung: Linguistik, Gesprächsanalyse
Leiter: Prof. Dr. Werner Kallmeyer
mail: kallmeyer@ids-mannheim.de
Mitarbeiter:
Anschrift: Institut für deutsche Sprache
Postfach 10 21 16
D-68016 Mannheim
D-69117 Heidelberg
Tel.: +49 (0)621 1581-309, -312
Fax: +49 (0)621 1581-200
Förderungszeitraum:4/1989 - 12/1994

Thema des Projekts

Ziel dieses Projektes war die Entwicklung einer Formulierungstheorie für Äußerungen in Gesprächen. Als Untersuchungsgegenstand dafür wurden Äußerungssequenzen gewählt, in denen ein Sprecher nacheinander Zustimmung zu und Ablehnung von partnerseitigen Äußerungen ausdrückt ("ja, aber..."). Solche Äußerungen sind dadurch gekennzeichnet, daß sich (mindestens) zwei unverträgliche Wissenselemente im Fokus des Sprechers befinden. In Opposition stehen können z.B. Behauptungen über die Wahrheit bzw. Falschheit von Aussagen, Bewertungen von Sachverhalten etc.

Sprachliche Äußerungen, denen eine Fokusopposition zugrundeliegt, eignen sich besonders zur Untersuchung dialogischer Formulierungsprozesse, da sie durch einige Charakteristika dialogischer Situationen besonders ausgeprägt determiniert werden. So findet sich die sprachliche Auseinandersetzung mit einem Partner in einer Äußerung komprimiert. Zudem sind die sprachlichen und nicht-sprachlichen Kontextbedingungen äußerst komplex und teilweise widersprüchlich, so daß sich oft Spuren von Formulierungsanstrengungen finden lassen, die einen guten Ansatzpunkt zur Untersuchung von Eigenschaften der Äußerungsproduktion bieten.

Als grundlegende Formulierungsverfahren haben sich im Laufe der Projektarbeit folgende vier Prozesse erwiesen:

Die in diesem Projekt verwendeten Methoden werden in erster Linie den phäneomenbeschreibenden Verfahren entnommen (Gesprächsanalyse), wobei allerdings auch hypothesenbildende Techniken (Experimente) zum Einsatz kommen.
Hinweise und Kommentare an Prof.Dr.W.Kallmeyer.