Teilprojekt A3: "Partnerbezogene Raumreferenz"

Fachrichtung: Psychologie, Sprachpsychologie
Leiter: Prof.Dr. Theo Herrmann
mail: FPRG@rummelplatz.uni-mannheim.de
Anschrift: Universität Mannheim
Lehrstuhl Psychologie III
Schloß, EO
D-68131 Mannheim
Tel.: +49 (0)621 292-2448, -5538
Fax: +49 (0)621 292-5306
Förderungszeitraum:4/1989 - 12/1994

Thema des Projekts

Die Forschung in diesem Projekt verlief in zwei Abschnitten. In einer ersten Phase wurde die situative Abhängigkeit von einzelnen sprachlichen Lokalisationen (Raumreferenzen) in einer größeren Anzahl empirischer Untersuchungen demonstriert. Dazu zählen z.B. Experimente zu der Frage, wann ein Sprecher "vom Partner aus" lokalisiert, welchen Einfluß auf die Beschaffenheit von Lokalisationen spezifische Partnereigenschaften haben und wie ein kommunikatives Ziel Lokalisationen determiniert. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden in einem Modell (6H-Modell) zusammengeführt.

In der zweiten Projektphase wurde versucht, die gefundenen Ergebnisse auf die sprach- liche Linearisierung (=Lokalisationssequenzen) zu übertragen. Es zeigte sich jedoch kein systematischer Zusammenhang zwischen Parametern der Kommunikationssituation und Eigenschaften der produzierten Äußerungen. Vielmehr erwies sich die Art und Weise, wie ein Sprecher die Raumkonstellation, über die zu sprechen ist, kennengelernt hat, als bedeutsame Einflußgröße (Geneseeffekt). Der Geneseeffekt kann in zwei Ausprägungen spezifiziert werden:

Diese Effekte sind mittlerweile in einer Reihe von Experimenten empirisch abgesichert und theoretisch spezifiziert worden.

Literatur

Graf, R. (1994). Selbstrotation und Raumreferenz. Zur Psychologie partnerbezogenen Lokalisierens. Frankfurt a.M.: Peter Lang.

Herrmann, Th. & Grabowski, J. (1994). Sprechen - Psychologie der Sprachproduktion (Kap. 3). Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Herrmann, Th., Buhl, H.M. & Schweizer, K. (1995). Zur blickpunktbezogenen Wissensrepräsentation: der Richtungseffekt. Zeitschrift für Psychologie, 203, 1-23.


Hinweise und Kommentare an Prof.Dr.Theo Herrmann.