Teilprojekt A2: "Bedeutungsorganisation im Diskurs"

Fachrichtung: Sprachwissenschaft, Psycholinguistik
Leiterin: Dr. Christiane von Stutterheim
mail: STUTTERHEIM@hobbit.idf.uni-heidelberg.de
Mitarbeiter: Dr. Mary Carroll
mail: CARROLL@hobbit.idf.uni-heidelberg.de
M.A. Ute Kohlmann
Dr. Agnes Speck
mail: SPECK@hobbit.idf.uni-heidelberg.de
Anschrift: Universität Heidelberg
Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
Plöck 55
D-69117 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221 54-7402, -7545
Fax: +49 (0)6221 54-7597
Förderungszeitraum:4/1989 - 12/1996

Thema des Projekts

In diesem Projekt wird untersucht, nach welchen Prinzipien Sprecher vorgehen, die in einer bestimmten Kommunikationssituation Wissen über einen Sachverhalt in einem kohärenten Text darstellen. Das angestrebte Ziel ist dabei die Formulierung eines Modells der Textplanung, in dem die maßgeblichen Determinanten in dem Prozeß von der Informationsselektion bis zur Wahl sprachlicher Ausdrucksformen erfaßt sind.

Die Grundlage für ein solches Modell bietet der 'Quaestio-Ansatz', nach dem ein produzierter Text als Antwort auf eine (implizit oder explizit) gestellte Frage, die Quaestio, aufzufassen ist. Aus der Quaestio ergeben sich nach diesem Ansatz wesentliche inhaltliche und strukturelle Vorgaben für den Aufbau des Antworttextes.

In empirischen Untersuchungen zu den Texttypen Instruktion, Beschreibung und Erzählung konnte ein Modell belegt werden, in dem beschrieben wird, wie die Faktoren Wissensstruktur und situative Bedingungen Einfluß auf die Auswahl von Referenzen, deren Verknüpfung im Textverlauf und die Wahl der sprachlichen Mittel zu ihrer Darstellung nehmen. Der Schwerpunkt der Analyse lag dabei auf den Konzeptdomänen OBJEKT, RAUM und ZEIT.

Im weiteren Verlauf des Projekts sollen (a) das Ineinandergreifen dieser und weiterer Faktoren im Verlauf der Textproduktion und (b) die Effekte lokal motvierter Veränderungen der Bedingungskonstellation auf Textaufbau und sprachliche Formulierungen untersucht wer- den. Damit soll das vorliegende Modell von einem Bedingungs- in ein Prozeßmodell der Textproduktion überführt werden.


Hinweise und Kommentare an Dr.Chr.von Stutterheim.