PD Dr. Sabine C. Koch, Universität Heidelberg  |    Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg   |   Prof.Dr.Cornelia Müller, Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

 

Körpersprache von Tanz und Bewegung

Bedeutungsemergenz, Versprachlichung und therapeutische Nutzung

BMBF-Förderrichtlinie "Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaften"

 

Projektabschlusstagung
17. Herbstakademie

01.-03.10.2012

 

 

 

 

 

 

Projektbeschreibung

Körpersprache von Bewegung und Tanz:

Bedeutungsemergenz, Versprachlichung und therapeutische Nutzung

 

Ziel des Gesamtprojektes ist es, in Verknüpfung kognitiv-linguistischer, psychologischer und phänomenologischer Methoden, die Zusammenhänge zwischen menschlicher Bewegung, Bedeutung und Sprache zu untersuchen. Die Projekte stellen die multimodale Metaphorisierung von Bewegung in Alltags- und klinischen Kontexten, die Versprachlichung der Embodied Experience und das Leibgedächtnis ins Zentrum.

 

Arbeitsplanung (methodische Umsetzung)
Zunächst wird Videomaterial aus den Bereichen Tanz, Tanztraining und -therapie zur Untersuchung der Metaphernemergenz und Versprachlichung von Bewegung zusammengetragen; das Verhältnis von versprachlichter und bewegter Bedeutung wird dann beobachtungsbasiert untersucht und die Zusammenhänge zum Leibgedächtnis herausgearbeitet. Parallel wird das Leibgedächtnis phänomenologisch, in experimentalpsychologischen Designs und in Interviews untersucht.

 

Projektteile und Anwendung
Übersetzungen zwischen Sprache, Bewegung und Bedeutung vor dem Hintergrund des Leibgedächtnisses (1-3): 

  1. Untersuchung der “Languagability/Communicability of Embodied Experiences” (Koch/Müller/Fuchs)
  2. Untersuchung multimodaler Metaphern in Tanzkursen und Bewegungstherapie (Müller/Koch)
  3. Untersuchungen von Körpererinnerungen und ihrer Versprachlichung im Kontext von Bewegungstherapie und Ausbildung; Implikationen von Bewegungsfeedback für Kognition und Affekt; Verhältnis und Interferenzen von versprachlichter und bewegter Bedeutung: Motorische Kongruenz oder Unabhängigkeit? (Fuchs/Koch)
  4. Übersetzung in den Anwendungskontext: Implikationen für die klinische Praxis sowie die Tanz- und Bewegungstherapie im Kontext künstlerischer Therapien und Körpertherapien und deren akademischer Lehre (Koch/Fuchs) sowie der Tanzpädagogik (Müller)

 

Ergebnisverwertung
Als Ergebnis erwarten wir eine Ausdifferenzierung des Wissens zur Körpersprache der Bewegung. Die Ergebnisse sollen in der therapeutischen Anwendung und Ausbildung und zur Weiterentwicklung einer Theorie der Sprache und der Embodiment Ansätze Verwendung finden. Resultate werden in Publikationsform (Fachartikel, Buchpublikationen), auf Fachkonferenzen und über neue Medien (Internetseite, Videodokumentation des Projektverlaufs) präsentiert.

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung 30.05.2012