PD Dr. Sabine C. Koch, Universität Heidelberg  |    Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg   |   Prof.Dr.Cornelia Müller, Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

 

Körpersprache von Tanz und Bewegung

Bedeutungsemergenz, Versprachlichung und therapeutische Nutzung

BMBF-Förderrichtlinie "Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaften"

 

 

 

 

 

 

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Bewegung ist fundamental für die menschliche Kondition und Kommunikation. Bevor der Mensch im Laufe der Ontogenese Sprache auch nur ansatzweise entwickelt, verständigt er sich bereits auf komplexe Weise nonverbal.In diesem interdisziplinären Zusammenschluss von Linguisten, Philosophen, und Psychologen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, im Zuge der neuronalen Embodiment-Forschung auf der Basis phänomenologischer, psychologischer und kognitiv-linguistischer Theorien die Rolle und Bedeutung von Bewegung, vor dem Hintergrund des Leibgedächtnisses, in den Blick zu nehmen. Zentraler Gegenstand des Projektes ist die Erforschung der Zusammenhänge von Bewegung und ihrer Bedeutung (Teilprojekt 1), der Metaphernemergenz in Bewegung und deren Versprachlichung in Wort und Geste (Teilprojekt 2), sowie Untersuchungen zum Leibgedächtnis (Teilprojekt 3). Das daraus generierte Wissen soll in der Optimierung leibbasierter und künstlerisch Therapeutischer Behandlungsmethoden und der akademischen Therapieausbildung genutzt werden. Darüber hinaus bilden theoretische und methodische Fortschritte für die sprachwissenschaftliche Theoriebildung und die Embodimentforschung ein wichtiges Forschungsdesiderat. „The world experienced (otherwise called the ‘field of consciousness’) comes at all times with our body at its center, center of vision, center of action, center of interest. Where the body is, is ‘here’; when the body acts is ‘now’; what the body touches is ‘this’; all other things are ‘there’, ‘then’ and ‘that’. These words of emphasized position imply a systematization of things with reference to a focus of action and interest which lies in the body … The body is the storm center, the origin of coordinates, the constant place of stress in all that experience-train. Everything circles around it, and is felt from its point of view. The word ‘I’ then is primarily a noun of position, just like this or there." (William James, 1890)

 

Projektleitung:

PD Dr. Sabine C. Koch, Universität Heidelberg
Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg
Prof. Dr. Cornelia Müller, Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

 

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Letzte Änderung 30.05.2012