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Pro
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Contra
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Das generische
Maskulinum hat eine lange Tradition und kann nicht ohne weiteres
abgeschafft werden.
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Tatsächlich ist die Verwendung des Maskulinums
als generisches Genus eine sprachgeschichtlich junge Erscheinung (bspw.
erfolgte eine offizielle Einführung für die britischen
Acts of Parliament 1850, und dies im übrigen unter Protesten von Abgeordneten,
die auf mögliche Mißverständnisse durch diese Regelung
hinwiesen: Frauen könnten nun Rechte für sich beanspruchen, die
ihnen gar nicht zustanden).
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Wandel
des Sprachgebrauchs ist zu umständlich und schwierig.
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Oft werden für dieses Argument schwer
verständliche und kaum mehr vorlesbare Satzkonstruktionen als Beispiele
genannt. Dem ist eine große Vielfalt an Alternativen zu generischen
Maskulina entgegenzuhalten, wie sie z.B. die UNESCO-Richtlinien
(zu
finden unter: Bibliothek/ Publikationen/ Online-Publikationen) aufweisen,
beginnend mit Satzkonstruktionen, die die Zuspitzung auf eine Personenbezeichnung
vermeiden, der Verwendung von Begriffen ohne eindeutiges grammatisches
Geschlecht wie bspw. "die Studierenden" statt "die Studenten", der
Nutzung geschlechtsneutraler Bezeichnungen wie "Arbeitskraft" statt "Arbeiter"
etc.
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„cross-cultural“ Argument: Wenn ein
Zusammenhang zwischen sexistischer Sprache und der gesellschaftlichen Position
von Frauen besteht, muß in Kulturen oder Ländern, die kein Genussystem
zuungunsten der Frauen haben, deren gesellschaftlicher Status höher
sein.
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Die Behauptung
eines Zusammenhangs zwischen sexistischer Sprache einerseits und einem
niedrigen gesellschaftlichen Status von Frauen andererseits wird nicht
dadurch widerlegt, daß es auch Benachteiligungen von Frauen in Sprachräumen
ohne ein entsprechendes Genussystem gibt.
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Der
Zusammenhang zwischen Sprach- und Gesellschaftsstrukturen ist fragwürdig:
Es besteht nur dann ein Anlaß für eine Sprachveränderung,
wenn die These des Zusammenhangs zwischen Sprach- und Gesellschaftsstrukturen
weitgehend akzeptiert ist.
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Sexistische, rassistische oder allgemein diskriminierende
Sprache kann von vornherein - auch ohne Beweispflicht für konkrete
gesellschaftliche Auswirkungen - abgelehnt werden.
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Beim generischen Maskulinum kann man insofern
von einer sexistischen Sprachregelung sprechen, als Frauen aufgrund ihres
Geschlechts eine geringere Chance haben, in der Sprache explizit benannt
zu werden.
- Belege sozialer oder gesellschaftlicher Auswirkungen
von Sprache finden sich in verschiedenen Arbeiten der Literaturliste.
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Sprache
verändert nicht gesellschaftliche Benachteiligung sondern umgekehrt.
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Die Sprache ist ein wichtiges Ausdrucksmittel
gesellschaftlicher Werte und insofern selbst bedeutsam.
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Die Veränderung einer diskriminierenden
Sprache ist nicht mehr oder weniger wichtig als die Beseitigung von Benachteiligung
in anderen Bereichen.
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Die
Sprache selbst ist nicht sexistisch: „Wenn ich das Maskulinum in geschlechtsneutralen
Kontexten gebrauche, meine ich tatsächlich Frauen genauso wie Männer."
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Es wird versucht, den Charakter einer Aussage
von der Intention der Person abhängig zu machen. Die gute Absicht
ist aber kein hinreichender Grund für eine Sprachverwendung, die ideologische
Wurzeln hat und nachweislich Frauen und Männer nicht in gleicher Weise
repräsentiert.
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Freiheit
der Sprache: Regelungen zur Vermeidung sexistischer Sprache für
Gesetzestexte, Publikationen, etc. stellen einen unzulässigen Eingriff
in die Freiheit der Sprache dar.
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Hinweise auf diskriminierende Sprache und
Vorschläge zur Vermeidung sexistischen Sprachgebrauchs stehen neben
zahlreichen anderen Hinweisen formaler und inhaltlicher Art in Publikationsmanualen
von Berufsverbänden, Verlagen, etc.
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Sprachwandel
verfälscht historische, literarische etc. Dokumente.
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Es wird fälschlicherweise unterstellt,
es sollten auch literarische Texte, historische Dokumente usw. umgeschrieben
werden. Das ist weder unser Anliegen, noch das uns bekannter Forscherinnen
und Forscher zum generischen Maskulinum.
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