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Lebensweisheiten, von Prof. Peter Fiedler anläßlich der 7. Diplomfeier am 16.12.2005 den Absolventen mit auf den Weg gegeben

Vorbemerkung:
Satire ist ein Spiegel, in dem der Betrachter alle anderen Gesichter erkennt, nur nicht das eigene.
Jonathan Swift, irischer Schriftsteller, 1667-1745

Stolz und Scham sind Gegensätze, die einander benötigen. Leider ist Stolz mächtiger als Scham.
Erhard Blanck (*1942), deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler

Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben Horizont.
Konrad Adenauer, dt. Bundeskanzler, 1876-1967

Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.
Ludwig Erhard, dt. Politiker, 1897-1977

Die Weisheit eines Menschen misst man nicht nach seinen Erfahrungen, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen.
George Bernard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950

Der Vorteil der Klugheit liegt darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky, dt. Schriftsteller, 1890-1935

Langweiler: ein Mensch, der redet, wenn du wünscht, dass er zuhört.
Ambrose Bierce; amerikan. Journalist, 1842-1914

Man muss manchmal von einem Menschen fortgehen, um ihn zu finden.
Heimito von Doderer, österr. Schriftsteller, 1896-1966

Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.
Winston Churchill, brit. Staatsmann, 1874-1965

Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen.
Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900

Das ist seltsam, dass Menschen, die sich für Sachverständige ausgeben, einander widersprechen und von einerlei Sache nicht einerlei Begriff haben.
Lukian, altgr. Schriftsteller, 120-180 n. Chr.

Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie zu machen, wenn keiner zuschaut.
Peter Ustinov, engl. Schauspieler u. Schriftsteller, *1921

Es gibt nichts Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfs zuzuhören.
Helmut Qualtinger, österr. Schausp., 1928-1986

Reklame ist die Kunst, auf den Kopf zu zielen und die Brieftasche zu treffen.
Vance Packard, amerikan. Verkaufspsychologe, *1914

Motivation ist, wenn man seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen begeistern kann, obwohl man selbst schon längst resigniert hat.
(unbekannt)

Hätte man bei der Erschaffung der Welt eine Kommission eingesetzt, dann wäre sie heute noch nicht fertig.
George Bernard Shaw, irischer Dichter, 1856-1950

Es ist häufig nützlicher, viele zu kennen, als viel zu wissen.
Robert Lembke

Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell, engl. Schriftst., 1903-1950

Kinder zeugen und Kinder zu geschätzten Mitgliedern unserer Gesellschaft zu machen, das ist so grundverschieden wie die Zahlen auf dem Lottoschein und dem, was dann ausgelost wird.
Peter E. Schumacher (*1941), deutscher Aphorismensammler und Publizist

Wie alt man geworden ist, sieht man an den Gesichtern derer, die man jung gekannt hat.
Heinrich Böll, dt. Schriftsteller, 1917-1985

Sehnsucht wird Sucht, wenn sie unsinnig sucht.
Manfred Hinrich (*1926), deutscher Philosoph, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, dass der Zuhörer wünscht, er hätte sie gegeben.
Elbert Hubbard, amerikan. Essayist, 1856-1915

Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
Sigmund Freud, 1856-1939

Ein klinischer Psychologe ist ein Mensch, der sich keine Sorgen zu machen braucht, solange andere Menschen sich welche machen.
Leicht abgewandelt sensu: Karl Kraus, österr. Schriftsteller, 1874-1936

Man hat einen Menschen nicht überzeugt, wenn man ihn zum Schweigen gebracht hat.
John Morley of Blackburn, brit. Historiker u. Politiker, 1838-1923

Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über.
Martin Luther, 1530; Übersetzung einer Bibelstelle: ex abundantia os loquitur; Matthäus 12,34

Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug.
Jean-Paul Sartre, frz. Philosoph, 1905-1980

Der Vorsatz erhöht immer den Frust, sonst wären doch alle Raucher längst clean.
Ute Lauterbach (*1955), deutsche Autorin und Alltagsphilosophin

Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat.
Giovanni Boccaccio

Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes.
Cornelius Gustav Gurlitt, dt. Architekt und Kunsthistoriker, 1850-1938

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen nicht wissen, was sie wollen, aber alles tun, um es zu bekommen.
Donald Marquis amerikanischer Schriftsteller, 1878 - 1937

Man erkennt einen Freund daran, dass es auch schön ist, mit ihm zu schweigen
Sigmund Graff, deutscher Dramatiker, 1898 - 1979

Mit 25 Jahren kann jeder Talent haben. Noch mit 50 Jahren Talent zu haben, darauf kommt es an
Edgar Degas franz. Maler, 1834 - 1917

Vom Leiden einmal abgesehen, sind Krankheiten als Wegweiser durchaus gesund.
Karl Kraus Publizist, Schriftsteller, 1874 - 1936

Dumme Gedanken hat jeder, aber, wer Gefühl hat, verschweigt sie.
Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908

Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.
André Maurois, frz. Schriftsteller, 1885-1965

In jeder Beziehung sind heute Beziehungen und Beziehungen zu Beziehungen die wichtigsten Bezugspunkte in unserem Leben.
Gerd Uhlenbruck; mit 38 hatte der lungenkranke Immunbiologe Gerd Uhlenbruck noch eine Lebenserwartung von sieben Jahren. Dann begann er zu laufen. Mit 72 nahm er am Köln Marathon 2000 teil.

Einer der Hauptnachteile mancher Bücher ist die zu große Entfernung zwischen Titel- u. Rückseite.
Robert Lembke, dt. Quizmaster, 1913-1989

Wenn ein paar Menschen recht miteinander zufrieden sind, kann man meistens versichert sein, dass sie sich irren.
Goethe, Maximen und Reflexionen

Wir tun uns so leicht, anderen Angst zu machen - und so schwer, ihnen die Angst zu nehmen
Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Das Gewissen ist eine Schwiegermutter, deren Besuch nie endet.
Henry Louis Mencken, am. Kritiker, 1890-1956, Vorurteile

Wer sich in einer Streitfrage auf die Autorität beruft, gebraucht nicht die Vernunft, sondern eher das Gedächtnis.
Leonardo da Vinci, ital. Maler, Bildhauer u. Erfinder, 1452-1519

Schlagfertigkeit ist das, was einem auf dem Nachhauseweg einfällt
(unbekannt)

Experte ist, wer hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.
Winston Churchill, engl. Staatsmann, 1874-1965

Hinter unserem Rücken gehen immer bedrohliche Dinge vor, ganz gleich, wohin wir uns wenden.
Art van Rheyn (*1939), niederrheinischer Dichter und Aphoristiker

Die besten Autofahrer finden sich immer auf dem Beifahrersitz.
(unbekannt)

Straßenkarten sagen dem Autofahrer alles, was er wissen will, nur nicht, wie man sie wieder zusammenfaltet.
(unbekannt)

Wer keine üblen Gewohnheiten hat, hat wahrscheinlich auch keine Persönlichkeit.
William Faulkner, amerikan. Schriftsteller (1897-1962)

Der Pessimist sieht in jeder Chance eine Bedrohung. Der Optimist in jeder Bedrohung eine Chance.
(aus Ostasien)

Jedermann geht gelegentlich schwanger mit einem großartigen Gedanken, aber gewöhnlich treiben ihn die meisten unverzüglich ab.
Pavel Kosorin (*1964), tschechischer Schriftsteller und Aphoristiker

Schwanger werden ist einfach, dafür nimmt die Mama so einen Papierstreifen und pinkelt drauf.
(Kindermund)

Wer sich frei entfalten will, muss viele Ratschläge in den Wind schlagen können.
Werner Mitsch, dt. Aphoristiker, *1936

Führungskräfte erinnern Mitarbeiter am häufigsten daran, dass sie die Kraft zum Führen haben und verlernen dabei das Arbeiten.
Damaris Wieser (*1977), deutsche Lyrikerin und Dichterin

Gefühle kann man zerreden oder totschweigen, doch gleich was man wählt - es ist stets das Ende der Gefühle.
Rose von der Au (*1953), deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin

Jedermann beklagt sich über sein Gedächtnis, aber niemand über seine Urteilsfähigkeit.
Francois Duc de la Rochefoucauld, frz. Schriftst. (1613-1680)

Das Schöne am Pessimismus ist, dass man damit ständig entweder recht behält, oder angenehm überrascht wird.
(unbekannt)

Manchmal kann eine Änderung der Einstellung Fesseln sprengen. Schlechte Laune selten.
Else Pannek (*1932), deutsche Lyrikerin

Das Beste an Teamarbeit: Man kann die Schuld jemand anderen zuschieben.
(Quelle:) 2. Grundsatz der Teamarbeit

Abnehmen ist ganz einfach: Man darf nur Appetit auf Dinge bekommen, die man nicht mag. Jane Russel, Schauspielerin

Je schlechter das explizite, um so besser das implizite Gedächtnis, früher hieß Letzteres auch: das Gewissen.
(unbekannt)

Eine gute Führungskraft sollte sich beherrschen - und nicht nur seine Mitarbeiter.
Rolf Handke (*1942), wissenschaftlicher Assistent, Hobby-Aphoristiker
Quelle : »Gedankensplitter XV«

Die fortschreitende Mathematisierung der Psychologie hat den Vorteil, dass man sich viel genauer irren kann.
(unbekannt)

Als gebildet werden immer Leute vorgestellt, die Latein oder Griechisch können, in die Oper gehen und Jahreszahlen auswendig wissen. Die Vorgänge in einem Kippschalter sind ihnen allerdings ein Mysterium.
(unbekannt)

Wenn die Geschichte der psychologischen Forschung irgendetwas bestätigt, so sind es die Fehler, die von Forschern begangen werden, wenn sie menschliche Verhaltensweisen in Kategorien interpretieren, die sie unkritisch aus ihrem begrenzten persönlichen Leben abstrahieren.
(unbekannt)

Unsere Zeit ist so schnelllebig, dass wir nicht einmal mehr Zeit finden, uns welche zu nehmen.
Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker, Quelle : »Heutzutage«

Vor der Erfindung der Nachspielzeit beim Fußball war auch die Ewigkeit von kürzerer Dauer.
Martin Gerhard Reisenberg (*1949), Diplom-Bibliothekar in Leipzig und Autor

Wir lieben die Menschen, die frisch heraussagen, was sie denken - falls sie das gleiche denken wie wir.
Mark Twain, amerikan. Schriftsteller, 1835-1903

Toleranz heißt, die Fehler der anderen zu entschuldigen. Takt heißt, sie nicht bemerken.
Arthur Schnitzer, österr. Dramatiker, 1862-1931

Gegen wen ich denke? Gegen diejenigen, die es mir verbieten.
Stanislaw Jerzy Lec, poln. Satiriker, 1909-1966

Sich glücklich fühlen, auch ohne Glück - das ist Glück.
Marie von Ebner Eschenbach, österr. Schriftst., 1830-1916

Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.
Mahatma Gandhi (1869 - 1948 ermordet), Mohandas Karamchand, genannt »Mahatma« [Sanskrit: »dessen Seele groß ist«], Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Rechtsanwalt, Staatsmann und Reformer

Neugier ist ebenso sehr der Vater der Aufmerksamkeit als die Aufmerksamkeit der Vater des Gedächtnisses. Curiosity is as much the parent of attention, as attention is of memory.
Richard Whately (1787 - 1863), englischer Geistlicher und Schriftsteller

Nirgends strapaziert sich der Mensch so sehr, wie bei der Jagd nach Erholung.
Laurence Sterne (1713 - 1768), englischer Pfarrer, späterer Domherr und Schriftsteller, gilt als einer der größten Humoristen der Weltliteratur

Advent hieß einmal: Erwartung und Ankunft des Herrn. Heutzutage bedeutet es etwas anderes: Erwartung und Ankunft neuer Waren zum Verkauf!
Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto

Nicht jeder, der im Betrieb ist, ist in Betrieb.
Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor

Dass man mit Dienst nach Vorschrift die Urheber der Vorschriften lächerlich machen kann, ist eine herrliche Pointe der Bürokratie.
Cyril Northcote Parkinson, englischer Historiker und Publizist, 1909-1993


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