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Verleihung des Franz-Emanuel-Weinert-Preises 2010

Einleitung

Auf der Diplom- und Masterfeier am 12.12.2010 wurde zum 10. Mal der Franz-Emanuel-Weinert-Preis für herausragende Diplom- und Masterarbeiten vergeben.

Die Laudatio auf die Arbeit hielt Prof. Dr. Dirk Hagemann als Vorsitzender der Auswahlkommission.

Laudatio

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Heidelberger Psychologischen Institut besteht der schöne Brauch, alljährlich die beste Diplomarbeit eines Jahrgangs mit einem Preis auszuzeichnen. Dieser Preis ist benannt nach Franz Emanuel Weinert, der von 1968 bis 1981 hier am Psychologischen Institut Ordinarius für Entwicklungspsychologie und Pädagogischer Psychologie gewesen ist.

In diesem Jahr wurden für diesen Preis insgesamt 5 Arbeiten nominiert, und als Mitglied der Auswahlkommission kann ich Ihnen nur sagen: alle Arbeiten waren sehr gut. Letztlich ist die Entscheidung dann doch auf eine Arbeit gefallen, die sowohl in theoretischer als auch methodischer Hinsicht bemerkenswert ist.

Die diesjährige Preisträger heißt Felix Dinger. Seine Diplomarbeit aus dem Bereich der Pädagogischen Psychologie trägt den Titel "Welche Variablen mediieren den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg?". Herr Dinger, herzlichen Glückwunsch zu diesem Preis!

2000 Abitur in Freiburg

2000-2003 Betriebswirtschaftslehre in Stuttgart (Diplom Abschluss)

2004-2010 Psychologie in Heidelberg (Diplom Abschluss)

heute Promotionsstudent in Graduate School of Economic and Social Sciences, Mannheim

Diplomarbeit:

Es besteht ein Zusammenhang zwischen soziale Herkunft einer Familie und dem Schulerfolg der Kinder: höherer sozioökonomischer Status geht einher mit größerem Schulerfolg. Warum dies so ist, ist allerdings noch nicht richtig klar. Diese Wissenslücke zu füllen war Ziel der Diplomarbeit. Herr Dinger hat dazu knapp 250 Schüler der 11. Klasse Gymnasium untersucht.

- Besonders die Intelligenz der Schüler kann den Zusammenhang zwischen SÖS und Schulerfolg erklären

- ca. 60% des Effektes von SOS > Schulerfolg!

- Erklärung: (a) Intelligentere Eltern sind im Schule und Beruf erfolgreicher; (b) intelligentere Eltern haben auch intelligentere Kinder; (c) intelligentere Kinder sind selber in der Schule erfolgreicher.

- andere Variablen (Fähigkeitsselbstkonzept der Jugendlichen, Interessen der Jugendlichen, Bildungsaspiration der Eltern konnten den Zusammenhang kaum erklären.

Methodisch auf höchstem Niveau, Befunde sind gut abgesichert, Fragestellung hoher gesellschaftlicher Relevanz, Ergebnisse werden sicherlich eine weitreichende Rezeption erfahren.

Betreuung: Dr. Ricarda Steinmayr.

Felix, ich übergebe Dir nun die Urkunde.


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