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Laudatio für Herrn Prof. Funke zur Verleihung des "Goldenen Psis" (Wolfram Schenck)

Ich möchte nun zur Verleihung des "Goldenen Psis" kommen, des "Preises für besondere Verdienste um die Belange des Psychologischen Insituts und speziell der Studierenden"...

Ein Blick zurück auf die beiden zurückliegenden Diplomfeiern zeigt, dass das "Goldene Psi" beide Male an Prof. Funke gegangen ist. Besucher seines Büros mögen sich gefragt haben, was diese etwas ausgefallene Skulptur im Bücherregal wohl zu bedeuten hat. Man muss dazu sagen, dass das Büro von Prof. Funke besonders schön ist - was die Grösse, die Möbel und den Ausblick betrifft. Als Besucher seiner Sprechstunden habe ich mich dort immer sehr wohl gefühlt, und viele Kommilitonen teilen diese Meinung. Man kann vermuten, dass es auch dem "Goldenen Psi" dort gefallen hat. Und man könnte ergänzen, dass zu der guten Atmosphäre im Büro nicht nur die Äußerlichkeiten gehören, sondern auch der zumeist herzliche Empfang durch Prof. Funke. Genug der Vorrede: Wir haben eine gute Nachricht für das "Goldene Psi". Die Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2001 haben entschieden, dass es für ein weiteres Jahr bei Prof. Funke bleiben darf!

Natürlich wirft diese Entscheidung, das "Goldene Psi" zum dritten Mal in Folge an Prof. Funke zu verleihen, gewisse Fragen auf: Gibt es keine anderen potentiellen Preisempfänger? Ist den ehemaligen Studierenden niemand anders eingefallen? Gibt es schon einen "Funke-Mythos", der von Studentengeneration zu -generation weitergegeben wird? Die erste Frage lässt sich leicht beantworten: Sicherlich gibt es andere würdige Preisempfänger am Psychologischen Institut, aber das "Goldene Psi" ist leider unteilbar. Was die zweite und dritte Frage betrifft, so fordern diese eine etwas genauere Betrachtung: Unser Jahrgang hat zum großen Teil die für uns sehr unbefriedigende Umbruchzeit erlebt, als Prof. Klauer den Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie verlassen hatte. Als Prof. Funke zum Sommersemester 1997 nach Heidelberg kam, waren wir voller Spannung und hatten natürlich eine ganze Menge Erwartungen an den "Neuen". Diese Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Viele von uns standen damals kurz vor dem Vordiplom, und Prof. Funke zeigte sich als fairer Prüfer, wobei fair hier nicht mit leicht verwechselt werden soll. Er stellte sogar ein Prüfungsvideo und Gedanken zum Thema "Öffentliche Prüfungen" ins Netz - für uns damals ein ungewohnter Service. Auch seine Vorlesungen sind wirklich einen Besuch wert: Vorbildlich ausgearbeitet und meistens mit Begleitskript - auch dies ein besonderer Service für die Studierenden.

1997/98 folgten die Studentenstreiks und -demos zum Thema Studiengebühren. Auch hier war Prof. Funke klar auf der Seite der Studierenden. In Erinnerung bleiben wird vielen seine Vorlesung vom Balkon des Psychologischen Instituts aus zur Hauptstrasse in die Öffentlichkeit hinein.

Darüber hinaus hat sich Prof. Funke in den Jahren seines Hierseins um die Modernisierung des Psychologischen Instituts verdient gemacht. Während er "Geschäftsführender Direktor" war, wurde der Computerraum für die Studierenden komplett neu ausgestattet. In der Folgezeit begann er, durch die Initiierung eines "Internet-Tutoriums" speziell den Studienanfängern dieses neue Medium nahezubringen.

Aber nicht nur für Studienanfänger hat Prof. Funke ein Herz, nein, auch für die schon fertig Diplomierten wie uns. Die Gründung der Alumni Psychologici und die Einführung dieser Diplomfeier geht mit auf seine Initiative zurück, worüber wir uns jetzt natürlich besonders freuen.

Abschliessen möchte ich diese Laudatio mit einem bisher viel zu wenig beachteten Faktum, was die Verdienste Prof. Funkes um das internationale Ansehen des Psychologischen Instituts betrifft. Das Heidelberger Psychologische Institut ist dank des nun dreimaligen Preisträgers weltweit führend in der Erforschung der Psychologie des Gummibärchens. Prof. Funke hat mit privaten Mitteln großangelegte Labor- und Feldexperimente durchgeführt, um der Psyche dieser so harmlos wirkenden Wesen auf die Spur zu kommen. Nachzulesen ist dies ausführlich auf seiner Homepage.

Wir wir sehen, gibt es also auch für unseren Jahrgang Gründe genug zu sagen: Es hat gefunkt!

Ich darf Prof. Funke nun zur Übergabe des Preises nach vorne bitten...


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