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Laudatio anlässlich der Verleihung des "Little Albert Preises für besonderes Engagement in der Lehre" (Christina Bottmer)

Als ich mich hingesetzt habe, um mir zu überlegen, was ich hier heute sagen könnte, kam mir so ziemlich als erstes der Gedanke: "Oh je, jetzt muß ich `was über Lehre und Lernen erzählen!" Wo die meisten in dieser Runde sich doch gerade erst mühsam von den Spätfolgen des Lernens erholen und wahrscheinlich - zumindest geht es mir so - an diese Zeit gar nicht so gerne erinnert werden. Aber in dieser Laudatio soll es dennoch um Lernen gehen, und zwar darum, daß Lernen ... auch ... Spaß machen kann! (Ich höre keine Protestrufe, also nehme ich mal an, daß ich weitersprechen darf, ja?)

Frau Renneberg wurde für den "Little Albert Preis für besonderes Engagement in der Lehre" nominiert und, wie ich persönlich finde, sehr zurecht gewählt, weil sie es in ihren Veranstaltungen immer wieder geschafft hat zu begeistern; Interesse zu wecken; ein Gefühl von gemeinschaftlichem Erarbeiten eines Themas zu schaffen.

Gelungen ist ihr das, so war die einhellige Meinung derer, die befragt wurden, durch ihr didaktisches Geschick und ganz konkret dadurch, daß sie in der Lehre psychologisches Wissen in die Praxis umgesetzt hat: Es fällt nun einmal schwer (und Studien belegen dies), sich für 1 1/2 Stunden am Stück konzentriert dem bloßen Zuhören zu widmen! Also gibt es in Rennebergschen Veranstaltungen pünktlich nach 45 min. eine praktische Übung, die zum einen alle wieder wach macht, und zum anderen „ganz nebenbei“ das Gehörte vertieft. Auch hat sich Frau Renneberg nicht gescheut, Medien wie z.B. Fernsehfilme heranzuziehen, um so die Verknüpfung zwischen dem letztendlich doch abstrakt und losgelöst Gelernten und unser aller Lebensbezüge herzustellen. Und überhaupt: an illustrativen Beispielen für bestimmte Phänomene mangelt es ihr eigentlich nie, und wenn sie selber in die Rolle dessen schlüpfen muss, was es zu erklären gilt!

Besonders hervorzuheben ist auch die Idee des gemeinsam mit uns Studierenden erarbeiteten Readers zum Borderline-Seminar. Da waren sich alle einig, daß wir sehr davon profitiert haben, am Ende des Semesters sozusagen das Ergebnis in Händen zu halten und nachlesen zu können. Man muß wohl nicht erwähnen, daß sich alle besondere Mühe mit ihren Referaten gegeben haben, da sie ja wußten, daß diese abgedruckt würden, was schlußendlich der Qualitätssteigerung des Seminars zugute gekommen ist. Für Sie war das ein Haufen Mehrarbeit.

Ich hoffe, es ist ein wenig deutlich geworden, was wir meinen, wenn wir heute "besonderes Engagement in der Lehre" ehren wollen. Und nicht zuletzt: Häufig hat man Ihnen auch einfach angemerkt, daß es Ihnen selber Spaß macht. Und sowas wirkt ja bekanntlich ansteckend ...

Liebe Frau Renneberg, es ist mir eine große Freude, Ihnen den diesjährigen "Little Albert Preis für besonderes Engagement in der Lehre" überreichen zu dürfen.


Hinweis: Die jeweiligen Laudationes sind von einer Gruppe von Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2000 erstellt worden, die Zuordnung zu den einzelnen Vortragenden der Laudatio erfolgte eher zufällig.


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