Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Pädagogische Psychologie

Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten
in der Pädagogischen Psychologie


Für allgemeine Hinweise zu Abschlussarbeiten in der Abteilung Pädagogische Psychologie klicken Sie bitte hier.

Für Hinweise zur Erstellung eines Exposés klicken Sie bitte hier.

 

Im Folgenden finden Sie Themen, zu denen ab sofort Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten zu vergeben sind.

 

Motivationale Entwicklung im Grundschulalter

(Kontakt: Birgit.Spinath@psychologie.uni-heidelberg.de; Katharina.Kriegbaum@psychologie.uni-heidelberg.de)

Es liegen Längsschnittdaten zur Motivationsentwicklung in der Grundschulzeit vor, die auf verschiedene Fragestellungen hin ausgewertet werden können. Zum Beispiel können verschiedene Maße der Stabilität und Veränderbarkeit von motivationalen Zielorientierungen untersucht werden. Damit kann überprüft werden, ob theoretische Annahmen, wie sich Lern- und Leistungsziele in der Grundschulzeit entwickeln sollten, tatsächlich zutreffen.

 

Vorhersage von Schulerfolg

(Kontakt: Birgit.Spinath@psychologie.uni-heidelberg.de; Katharina.Kriegbaum@psychologie.uni-heidelberg.de)

Bekanntermaßen stellt die allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit (Intelligenz) den besten Prädiktor für schulische Leistungen dar. Darüber hinaus tragen aber auch andere Faktoren, wie etwa Motivation spezifische Anteile zur Vorhersage von Schulerfolg bei. Diplomarbeit in diesem Bereich können sich der Frage widmen, inwiefern psychologische Konstrukte aus dem Bereich von Motivation, Persönlichkeit und emotionaler Intelligenz Unterschiede in der Schulleistung aufklären. Interessant wäre auch eine Analyse des Zusammenhangs von Lernstrategien und Schulerfolg, da es aufzuklären gilt, warum diese stets so gering ausfallen. Es liegt ein Datenpool vor, auf den für solche und ähnliche Fragestellungen zurückgegriffen werden kann.

 

Verbesserung von Hochschullehre

(Kontakt: Eva.Seifried@psychologie.uni-heidelberg.de; Birgit.Spinath@psychologie.uni-heidelberg.de)


Studierende, die sich für die Verbesserung von Hochschullehre interessieren, können eine Abschlussarbeit mit bereits vorliegenden Daten schreiben oder sich mit eigenen Ideen in das Forschungsfeld einbringen. Mögliche Abschlussarbeiten im Bereich der Verbesserung von Hochschullehre könnten sowohl die Seite der Lernenden als auch die Seite der Lehrenden fokussieren. Beispielsweise könnten der Lernerfolg und die Motivation von Studierenden oder der Arbeitsaufwand und die Zufriedenheit von Lehrenden betrachtet oder neue innovative Konzepte erarbeitet werden. Sowohl empirische als auch theoretische Arbeiten sind denkbar.

 

Sozioökonomischer Status im Bildungskontext

(Kontakt: Heike.Dietrich@psychologie.uni-heidelberg.de)

Der sozioökonomische Status (SÖS) wird in der Psychologie meist über Bildung, Einkommen oder Beruf erfasst (Task Force on Socioeconomic Status of the American Psychological Association, 2007) - bei Schülerinnen und Schülern sowie bei Studierenden häufig über Bildung, Einkommen und Beruf der Eltern. Neben dem Einsatz objektiver Maße des SÖS wird dabei verstärkt der Einbezug subjektiver Maße des SÖS gefordert (Task Force on Socioeconomic Status of the American Psychological Association, 2006). Eine mögliche Fragestellung im Zusammenhang von SÖS im Bildungskontext wäre, ob der objektive SÖS von Studierenden (erfasst über Bildung, Einkommen und/oder Beruf der Eltern) studienrelevante Merkmale (z.B. Leistung, Motivation) vorhersagen kann. Eine andere Fragestellung wäre, ob subjektive Maße des sozioökonomischen Status über objektive Maße hinaus zusätzlich Varianz aufklären können und ob dies ggf. nur bei bestimmten Subgruppen möglich ist. Auch weitere Fragestellungen im Zusammenhang von SÖS im Bildungskontext können betreut werden.

 

Gerechtigkeitswahrnehmungen im Bildungskontext

(Kontakt: Heike.Dietrich@psychologie.uni-heidelberg.de)

Um Gerechtigkeitswahrnehmungen im Arbeitskontext zu erfassen, legte Colquitt (2001) einen Fragebogen vor, welcher vier Faktoren der Gerechtigkeit erfasst: Verteilungsgerechtigkeit, Verfahrensgerechtigkeit, interpersonale Gerechtigkeit und informationale Gerechtigkeit (deutschsprachige Version: Maier, Streicher, Jonas & Woschée, 2007). Eine Adaption dieses Fragebogens für den Hochschulkontext liegt vor. Eine mögliche Fragestellung im Zusammenhang von Gerechtigkeitswahrnehmungen im Bildungskontext wäre, ob Gerechtigkeitswahrnehmungen von Studierenden studienrelevante Merkmale (z.B. Leistung, Motivation) vorhersagen können. In diesem Zusammenhang wäre auch ein Einbezug des Konstrukts der Gerechtigkeitssensitivität (z.B. Schmitt, Baumert, Gollwitzer & Maes, 2010) möglich. Eine andere Fragestellung wäre, ob sich die Skalen organisationaler Gerechtigkeit von Colquitt (2001) auf den Schulkontext übertragen ließen. Auch weitere Fragestellungen im Zusammenhang von Gerechtigkeit im Bildungskontext können betreut werden.

 

Wissenschaftliche Kompetenzen in sozialwissenschaftlichen Fächern (WiKom-SoWi, 2012-2015)

(Kontakt: Heike.Dietrich@psychologie.uni-heidelberg.de)

Ziel des Projekts WiKom-SoWi war eine standort- und studienfachübergreifende Modellierung und Messung wissenschaftlicher Kompetenz in sozialwissenschaftlichen Fächern (Psychologie, Soziologie, Politische Wissenschaft), es lag ein kombiniertes längs- und querschnittliches Design zugrunde, im Rahmen dessen Daten von Bachelor- und Masterstudierenden erfasst wurden. Es liegen Daten aus zwei Eingangsbefragungen in den Fächern Psychologie, Soziologie, Politik (Variablen: u.a. Intelligenz, Leistungsmotivation, Studieninteresse, Persönlichkeit, Abiturnoten) und zwei Kompetenztests in den Fächern Psychologie (Variablen: u.a. fachspezifische szenarienbasierte Aufgaben, demographische Angaben) vor. Mögliche Fragestellungen wären, ob sich sich individuelle Voraussetzungen zu Beginn des Studiums in den verschiedenen Studienfächern (Psychologie, Soziologie, Politik) unterscheiden. Eine andere Fragestellung wäre, ob Zusammenhänge zwischen individuellen Variablen (z.B. logisches Schlussfolgern, Leistungsmotivation) und wissenschaftlicher Kompetenz bestehen.

 

Motivationsbezogene Kompetenzen im Studium

(Kontakt: Katharina.Kriegbaum@psychologie.uni-heidelberg.de)

Sich für Prüfungsvorbereitungen oder andere Aufgaben im Studium zu motivieren, sich angemessene Ziele zu setzen und trotz niedriger Motivation zu lernen, sind häufige Problemen von Studierenden. Daher wurde im Wintersemester 16/17 ein Training zu motivationsbezogenen Kompetenzen für Studierende entwickelt. Ziel dieses Trainings war es, die Kenntnisse der eigenen Fähigkeiten und Präferenzen, angemessene Zielsetzung und Handlungsplanung, Ressourcenaktivierung sowie die motivationsdienliche Bewertung von eigenen Leistungsergebnissen zu fördern. In einem Quasi-Experiment wurden von einer Experimental- und Wartekontrollgruppe zu drei Messzeitpunkten (Prä-, Posttest sowie Follow-up) die oben genannten Kompetenzen anhand des MOBEKO-Fragebogens sowie das Fähigkeitsselbstkonzept der Studierenden erfasst. Mithilfe dieses Datensatzes könnte die Wirksamkeit des durchgeführten Trainings zu motivationsbezogenen Kompetenzen bei Studierenden untersucht werden. Des Weiteren wäre eine interessante Fragestellung, ob männliche und weibliche Studierende gleichermaßen von solch einem Training profitieren

 


zum Seitenanfang
Seitenbearbeiter: Pädagogische Psychologie