Projekt LateLine

Längsschnittliche Analyse des psychologischen Wohlbefindens im sehr hohen Alter

 

Projektbeschreibung

In diesem Projekt werden psychologische Konsequenzen gesundheitlicher Veränderungen im sehr hohen Alter untersucht – insbesondere geht es um den Einfluss der gesundheitlichen Entwicklung auf das psychologische Wohlbefinden (PWB) der hochaltrigen Personen. Das Projekt adressiert Forschungslücken, die hinsichtlich empirischer Befunde für diese Altersgruppe und in der Berücksichtigung der besonderen Bedeutsamkeit der Mortalität im sehr hohen Alter bestehen. Studienziele sind die Untersuchung (1) charakteristischer Veränderungen des PWB im sehr hohen Alter, (2) des Zusammenhangs zwischen körperlichen Funktionseinbußen und Veränderungen des PWB und (3) der besonderen Rolle von Ängsten bezüglich Gesundheit und Sterben in diesem Zusammenhang. Dieses letztere Ziel benennt einen Aspekt von möglicherweise substantieller Bedeutung für Lebensbedingungen im sehr hohen Alter, welcher bislang in der Forschung kaum berücksichtigt wurde.

Die Studie wurde von 2008 bis 2012 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell gefördert. Es handelt sich um eine längsschnittliche Fortsetzung des deutschen Teils des europäischen Projekts ENABLE-AGE: Diejenigen Studienteilnehmer, die zum Ende der ENABLE-AGE-Befragungen einer zukünftigen Teilnahme zugestimmt hatten, wurden in der ersten DFG-Förderphase mit zwei zusätzlichen Messzeitpunkten in einjährigem Abstand befragt (2009 und 2010). Im zweiten DFG-Bewilligungszeitraum wurden weitere Datenerhebungen in halbjährlichem Abstand sowie Befragungen in Hausarztpraxen durchgeführt. Dank der großzügigen Förderung durch das Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg kann die Studie bis 2016 fortgesetzt werden. Die Verlängerung der Studie wird nun genutzt, um die Teilnehmerstichprobe weiterhin in möglichst kurzen Intervallen (alle vier Monate) zu befragen.

Somit wurde (und wird weiterhin) in LateLine ein bereits vorhandener Datensatz dergestalt längsschnittlich erweitert, dass die Anwendung fortgeschrittener Längsschnittmethoden zur grundlegenden Analyse adaptiver und mortalitätsassoziierter Veränderungen von Indikatoren des PBW ermöglicht wird. Wir wollen damit Erkenntnisse über Ausmaß, Grenzen und Einflussfaktoren der Adaptation in einer Altersgruppe, welche von besonders hohen gesundheitlichen Risiken betroffen ist, gewinnen bzw. erweitern.

Laufzeiten und Förderung

  • 01.08.2008 - 30.09.2010: Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Förderkennzeichen SCHI 1024/3-1
  • 01.10.2010 - 30.09.2012: Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Förderkennzeichen SCHI 1024/3-2
  • 01.02.2013 - (vrs.) 31.08.2016: Förderung durch das Netzwerk AlternsfoRschung (NAR), Universität Heidelberg

Projektleitung

Wissenschaftliche Bearbeitung

Interviewerinnen

  • Sandra Schmitt (seit 2013)
  • Roya Dengler (seit 2014-2015)
  • Annika Menzel (2013-2014)
  • Dipl.-Psych. Dorothee Brosda (2011-2012)
  • Dipl.-Psych. Livia Krätschmer (2008-2012)
  • Dipl.-Psych. Suzan Patis (2008-2013)
  • Dipl.-Psych. Laura Schmidt (2008-2011)
  • Dipl.-Psych. Sarah Wiegering (2008-2010)
Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 13.04.2016
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