Forschung

Dissertationen und Habilitationen

Zentrale Forschungsthemen der Abteilung für Psychologische Alternsforschung

1.) Gesundheit, Wohlbefinden und psychische Gesundheit im mittleren und höheren Alter

  • Beginnend im mittleren und zunehmend im hohen und sehr hohen Lebensalter sind Menschen mit Verlusten in vielen Lebensbereichen konfrontiert – insbesondere auch mit sich häufenden körperlichen Funktionseinbußen und  gesundheitlichen Problemen. Wie gut gelingt es angesichts dieser wachsenden Verlust- und Erkrankungsrisiken  und -erfahrungen, subjektives Wohlbefinden aufrechtzuerhalten und das eigene Leben nicht ausschließlich verlustgesteuert zu gestalten und als sinnvoll zu erleben? Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt im Bereich sensorischer Verluste im höheren Lebensalter.

 

2.) Psychologische Aspekte von Hochaltrigkeit und psychologische Terminalität

  • Wie entwickeln sich grundlegende psychologische Prozesse  (z.B. kognitive , emotionale etc.) in möglicher Wechselwirkung mit physischen Abbauprozessen am Ende der Lebesspanne bzw. im Vorgang des Todes? Zu diesem Themenfeld untersuchen wir die terminale (d.h. mit der Nähe zum Tode assoziierter) Veränderung des affektiven Erlebens, sowie das Ausmaß und die Bedeutung von Ängsten vor Tod und Sterben bei Menschen im sehr hohen Alter.

 

3.) Adaptationsprozesse bei chronischen Erkrankungen und Behinderungen

  • Ein zentrales Merkmal  der Unterscheidung des höheren Lebensalters von früheren Lebensphasen ist das Vorliegen von chronischen Erkrankungen und Behinderung en – und dies nicht selten mehrfach (Multimorbidität). Wir fragen: Wie gehen ältere Menschen mit dieser Herausforderung um?  Was verändert sich generell in psychologischen Dynamiken (z.B. Zusammenhänge zwischen Persönlichkeit und Affekt), wenn chronische gesundheitliche Verluste zu einer Standardsituation werden? Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt auf sensorischen Beeinträchtigungen im Alter.

 

4.) Bedeutung subjektiven Alternserlebens

  • Menschen sind in der Lage, ihr eigenes „objektives“ Alter subjektiv zu deuten bzw. umzudeuten (subjektives Altern). Die bisherige Forschung in diesem Bereich zeigt, dass  Indikatoren subjektiven Alterns  in  bedeutsamer Weise  Endpunkte wie Gesundheit, Krankheit, Wohlbefinden, kognitive Leistung und Mortalität vorhersagen können.  Wir untersuchen speziell die Rolle einer neuen, von uns eingeführten Facette des subjektiven Alterns, nämlich das Gewahr-Werdens des eigenen Alterns (Awareness of Age-related Change).

 

5.) Umwelt, Mobilität, kognitive Gesundheit und Alltagskompetenz

  • Mit zunehmendem Alter treten Einschränkungen der Alltagskompetenz und der Mobilität sowie kognitive Einbußen (etwa dementielle Erkrankungen) häufiger auf. Diese verändert grundlegend die Person-Umwelt-Passung. Wir untersuchen u. a., ob und in welchem Ausmaß Kompetenzerleben und Mobilitätsmuster älterer Erwachsener in Abhängigkeit ihrer kognitiven Gesundheit variieren sowie welche Aspekte der Mobilität im Alter besonders eng mit Wohlbefinden zusammenhängen. Darüber hinaus beschäftigen wir uns  generell intensiv mit dem Thema Altern in Alltagsökologien.

 

6.) Psychologische Aspekte von Technologien, Medien und Alter

  • Ein Leben ohne Technik ist heute kaum mehr vorstellbar. Auch für ältere Menschen sind Technik und Medien zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Alltags geworden.  Dabei können Technik und Medien, die speziell an die Bedürfnisse älterer Menschen ange­passt sind, potenzielle Lösungsmöglichkeit darstellen; z.B. um die Selbstständigkeit aufrechtzuerhalten, Einbußen auszugleichen oder die Lebensqualität zu erhöhen.  Wir interessieren uns besonders für die Psychologie der Techniknutzung im Alter, wie z.B. die Rolle kognitiver Einbußen und Akzeptanzfragen.

Weitere Forschungsthemen und Ansprechpartner

  • Entwicklung der psychologischen Alternsforschung – qualitative und quantitative Analysen (Hans-Werner Wahl)
  • Psychologische Aspekte der geriatrischen Onkologie (Hans-Werner Wahl in Zusammenarbeit mit Frau PD Dr. Dr. Eva Winkler)
  • Methodische Fragen der Längsschnittforschung (Oliver Schilling)

Laufende Forschungsprojekte

  • ILSE / EMIL: Interdisziplinäre Längsschnittstudie des Erwachsenenalters über Bedingungen gesunden und zufriedenen Älterwerdens (ILSE) / Emotionale Reaktivität und Emotionsregulation im hohen Alter (EMIL)
  • KommmiT: Kommunikation mit intelligenter Technik

Zurückliegende Forschungsprojekte

  • ActiveAge: Körperliche Aktivität und Alternserleben beim Übergang in den Ruhestand
  • FUTA: Förderliche und hinderliche Faktoren für den Umgang mit neuen Informations-und Kommunikationstechnologien
    im höheren Alter
  • ILSE: Interdisziplinäre Längsschnittstudie des Erwachsenenalters über Bedingungen gesunden und zufriedenen Älterwerdens
  • LateLine: Längsschnittliche Analyse des subjektiven Wohlbefindens im sehr hohen Alter
  • INNOVAGE
  • SenTra: Der Gebrauch von hochentwickelter Technologie zur Mobilitätsanalyse bei der Alzheimerschen Erkrankung und verwandter kognitiver Einschränkungen
  • FUTURAGE
  • Altern ist, was ich draus mache (Programm Blickwechsel der Robert Bosch Stiftung)
  • Awareness of Age-related Change: Transcoop Project
  • BETAGT: Bewertung neuer Technologien durch Bewohner und Personal im Altenzentrum Grafenau der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung und Prüfung des Transfers ins häusliche Wohnen: AbschlussberichtKurzabschlussbericht
  • SENSO-AGE: Zur Entwicklungsrelevanz von Seh- und Höreinbußen im Alter: Bedeutung sozial-räumlicher und psychischer Ressourcen
  • ENABLE-AGE: Enabling Autonomy, Participation, and Well-Being in Old Age: The Home Environment as a Determinant for Healthy Ageing
  • Selbstbestimmt Älterwerden in Arheilgen: Publikationen; Forschungsbericht
  • Heidelberg 2002: Wohnwünsche und Wohnwirklichkeiten: Belastungen, Chancen und Perspektiven selbständigen Lebens im Alter: Publikationen; Forschungsbericht
  • Umzug im Alter: Eine ökogerontologische Studie zum Wohnungswechsel privatwohnender Älterer in Heidelberg: Publikationen
  • Hier bin ich zu Hause: Zur Bedeutung des Wohnens. Eine empirische Studie mit gesunden und gehbeeinträchtigten Älteren: Publikationen
  • Gemeinschaftliches Wohnen im Alter: Forschungsbericht
  • Projekte zu Sehbeeinträchtugung im Alter: Publikationen
  • sentha: Seniorengerechte Technik im häuslichen Alltag: Publikationen
  • Heidelberger Paarstudie: Publikationen

 

Dissertationen und Habilitationen

  • Benjamin Tauber : Predictors of Personality Development in Mid and Late Adulthood. The Role of Life Satisfaction, Cognition and Health - an Investigation of Differentiating Effects of Aging
  • Martina Gabrian (geb. Miche): Implications of Awareness of Age-related Change for Self-regulatory Processes in Later Life and Their Mutual Effects on Adaptional Functioning (abgeschlossen)
  • Laura Schmidt: Technikhandhabung im Alter - Der Einfluss kognitiver Beeinträchtigung, psychologischer Faktoren, der Komplexität der Benutzeroberfläche und der Technikerfahrung beim Umgang mit Alltagstechnologien (abgeschlossen)
  • Katrin Claßen: Zur Psychologie von Technikbewertungen im mittleren und höheren Lebensalter: Die Rolle von Technikgenerationen (abgeschlossen)
  • Vera Clavairoly: Erfolgreiches Altern in der Arbeitswelt. Der Einfluss des SOK-Modells (abgeschlossen)
  • Dr. Eva-Marie Kessler: Psychologische Ressourcen und Probleme im Alter (abgeschlossen)
  • Birgit Kramer: Die Akzeptanz neuer Technologien bei pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz
  • Yii-Rong Leu: Understanding Health Care Utilization of the Elderly with Parkinsonism in Taiwan: A Modified Behavioural Model Approach (abgeschlossen)
  • Ortrun Reidick: Einstellungen gegenüber Sterben und Tod bei Hochaltrigen: Die Rolle von Persönlichkeit, Gesundheit und Religiosität (abgeschlossen)
  • Denise Solle: Orientierung im Raum - Eine geographisch-medizinische Studie (abgeschlossen)
  • Barbara Steiner: Evaluation von Demenzwohngemeinschaften (abgeschlossen)
  • Markus Wettstein: Zusammenhänge zwischen kognitiver Leistungsfähigkeit, Sensorik und Mobilität im Alter (abgeschlossen)
Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 09.10.2017
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