ZEuS - Das eLearning Programm zum Zeit- und Selbstmanagement.

Ein Forschungsprojekt der Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Heidelberg gefördert im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Altersdifferenzierte Arbeitssysteme“

 

Ausgangssituation

Unternehmen stehen heute mehr denn je im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter, da weniger neue, gut ausgebildete Arbeitskräfte auf dem Markt zur Verfügung stehen. Firmen investieren deshalb verstärkt in die Potenziale der eigenen Mitarbeiter – Weiterbildung und Training rücken in den Fokus.

Aktuelle Forschung konnte zeigen, dass die Art der Trainingsgestaltung wesentlich zum Lernerfolg beiträgt. Für eine optimale Mitarbeiterunterstützung ist es daher wichtig, zielgruppenorientierte Trainings anzubieten. Im Zuge des demographischen Wandels werden hierbei Ältere zu einer interessanten Zielgruppe.

Es stellt sich entsprechend die Frage, ob sich das Lernverhalten von jüngeren und älteren Mitarbeitern unterscheidet und ob dies künftig in der Trainingsgestaltung zu berücksichtigen ist.

 

Trainingsinhalt: Zeit- und Selbstmanagement

Die heutige Arbeitswelt wird komplexer, Leistungsanforderungen steigen. Deshalb müssen Menschen ihre Zeit effizienter nutzen und eine gute Balance zwischen Beruf und Freizeit finden.

Im ZEuS-Training lernt der Anwender sein Verhalten zu verändern. Er beginnt, Methoden und Strategien bewusst zu nutzen, setzt Ziele und Prioritäten, plant seinen Tagesablauf und lernt, mit Störungen besser umzugehen. Das Lernprogramm verbindet Aspekte des klassischen Zeitmanagementtrainings mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Didaktisch-methodisches Prinzip

Eine besonders effektive Methode der Personalentwicklung für Mitarbeiter ist das Modelllernen (Behavior Modeling Training).

 

Auf diesem Lernprinzip basiert das ZEuS-Programm.
Wesentliche Bestandteile sind:

  • Entwicklung von Lernpunkten
  • Lernen durch Beobachten eines Modells
  • Gedankliche Auseinandersetzung mit dem Modellverhalten
  • Einübung der Lernpunkte
  • Rückmeldung zur eigenen Anwendung der Lerninhalte

Während die Wirksamkeit der Trainingsmethode selbst bereits gut erforscht ist, wurde der Einfluss von Alter in diesem Kontext bisher kaum untersucht. Daraus ergibt sich
die Grundfragestellung:

Wie muss ein Behavior Modeling Training gestaltet werden, damit jüngere und ältere Trainingsteilnehmer einen optimalen Lern- und Transfererfolg erzielen?

 

Durchführung

Eisenhower-Modell zur Gewichtung von Aufgaben (Programm-auszug)

  • Einführung in das erfolgreiche Zeit- und Selbst-management
  • Vertiefung der Lerninhalte durch ein Videomodell
  • Üben der wesentlichen Lernpunkte anhand von Lernaufgaben
  • Elektronische Vor- und Nachbefragung
  • Untersuchung zum Lerntransfer nach 3 Monaten

Umsetzung der Inhalte im eLearning

eLearning stellt ein wirksames und kostengünstiges Medium zur Vermittlung von Lerninhalten dar. Wenn für unterschiedliche Altersgruppen verschiedene Bedingungen optimal sind, kann dies altersgerecht und praxisnah im eLearning umgesetzt werden. Deshalb untersuchen wir altersdifferenzierte Lerneffekte anhand eines eLearningprogramms zum Zeit- und Selbstmanagement.

Zeitrahmen

  • Planungs- und Pilotphase: Januar bis Dezember 2008
  • Trainingsstudien: Januar 2009 bis Juli 2009 Interessenten können in dieser Zeit teilnehmen
  • Nachbefragung der Teilnehmer zum langfristigen Lernerfolg, 3 Monate nach Trainingsabschluss
  • Auswertung: August bis Dezember 2009
  • Abschlußbericht mit Handlungsempfehlungen für die zukünftige Trainingsgestaltung

Ziele und praktischer Nutzen

 

  • Altersgerechte Weiterbildungsmaßnahmen
  • Erhalt und Erhöhung der Leistungsfähigkeit für Mitarbeiter aller Altersgruppen
  • Langfristig qualifizierte Mitarbeiter bei geringeren Trainingskosten
  • Förderung von Kompetenzen im Zeit- und Selbstmanagement

Projektleitung

Prof. Karlheinz Sonntag
Dr. Ralf Stegmaier

Projektmitarbeiter

Dipl.-Psych. Sonja Bausch
Dr. Katrin Noefer

Verantwortlich: E-Mail
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