Arbeit im E-Business - humane und qualifikatorische Auswirkungen

Projektbeschreibung

Das Hauptziel des Forschungsprojektes besteht in der Entwicklung einer menschengerechten E-Business Organisationsstruktur, die die Stärken der vernetzten Informations- und Kommunikationstechnik nutzen, aber damit einhergehende Nachteile weitgehend ausschließen soll.

Im Sinne einer erforderlichen Eingrenzung wird der Focus des Forschungsprojektes auf die Bearbeitung von fünf wesentlichen Aufgabenstellungen gelegt:

  1. Identifizierung von Good-Practice-Modellen im Bereich des E-Business anhand relevanter humaner (u.a. Strukturierung der Aufgaben und Arbeitsinhalte, partizipative Gestaltungsformen der MitarbeiterInnen im Arbeitsprozess, Arbeitszufriedenheit, Formen der Integration von Erfahrungswissen, spezifische Maßnahmen der Gesundheitsförderung), sozialer (u.a. Kommunikationsprozesse zwischen den Beteiligten, Sicherung von Vertrauen zwischen Beschäftigten und Kunden) und ökonomischer Kriterien (u.a. Rentabilität, Kundenzufriedenheit, Value Proposition, Nutzungsraten, rechtliche Analysen und Strategien zur Einführung von E-Business).

  2. Analyse, Bewertung und Systematisierung bestehender Organisationen bei Unternehmen, die bereits erfolgreich Strukturen der Prozessorganisation im Bereich B2B implementiert haben. Der Analyse und Bewertung werden die humanen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkte zugrunde gelegt, die bereits bei der Identifizierung von best-practice-Modellen Anwendung gefunden haben.

  3. Entwicklung eines Referenzmodells, das konkret den Bedürfnissen der Beteiligten (Beschäftigten, Unternehmen und Kunden) unter humanen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten gerecht wird.

  4. Entwicklung von Transformationsstrategien zur Implementierung des Modells in die beteiligten Pilotunternehmen.

  5. Entwicklung von Verwertungsstrategien in Zusammenarbeit mit Kooperations-partnern und Durchführung von einschlägigen Veranstaltungen (Workshops, Ergebnispräsentationen im Web, CD-ROM-Produktionen als Informationsbasis für interessierte Unternehmen, Web-Plattform als Basis für die Bildung eines Beratungsforums und die Initiierung eines Unternehmensnetzwerkes).

Aus diesen fünf Aufgabenstellungen ergeben sich im einzelnen die wissenschaftlichen Arbeitsziele des Vorhabens, die die FuE-Ansätze herausstellen und verdeutlichen und den perspektivisch zu erwartenden Erkenntnisgewinn markieren.

Im folgenden sind die wesentlichsten Aspekte genannt:

  1. Gewinnung empirischer Daten über bestehende und erfolgreiche Organisations-strukturen im B2B-Bereich: speziell über die Prozessorganisation in Unternehmen,

  2. Generierung von detaillierten Erkenntnissen generell über neue Formen der Arbeitsorganisation und speziell über neu entstandene Tätigkeitsbereiche sowie über Aufgabenstrukturierungen und Gestaltungslösungen für Arbeitsabläufe,

  3. Generierung von Erkenntnissen über Stärken und Schwächen (Grenzen) des E-Business bezogen auf die Einhaltung sozialer Normen und Grundsätze, Möglich-keiten der Persönlichkeitsentfaltung, Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren der Beschäftigten und wirtschaftliche Rentabilität,

  4. Identifizierung und Abgleich von Qualifikationsanforderungen (Bedarfsanalyse) und Entwicklung von flexiblen Qualifizierungsstrategien (E-Learning)

  5. Ableitung humaner, sozialer und ökonomischer Kriterien, die zur Entwicklung eines Referenzmodells notwendig sind und eine unabdingbare Voraussetzung für die Möglichkeit der Übertragbarkeit auf andere Unternehmen und Organisationen darstellen.

  6. Erprobung und Evaluation des unter menschengerechten sowie sicheren und gesundheitlich zuträglichen Kriterien entwickelten Referenzmodells in zwei Pilotunternehmen, die noch keine E-Business-Organisationsstrukturen eingeführt haben,

einerseits zur Optimierung des entwickelten Modells und andererseits als Maßnahme zur Erhöhung der Verbreitungschancen.

Projektleitung

Bearbeitung

  • Dipl.-Psych. Ulrich Lauer

Partner

  • Institut für Arbeitswissenschaft Universität Kassel (Prof. Dr.- Ing. Hans Martin)
  • Fachgebiet Wirtschaftsinformatik Universität Kassel (Prof. Dr. Udo Winand)
  • ingenium GmbH Kassel (Herr Michael Schaub)
  • Technologieberatungsstelle (TBS) Nordrhein-Westfalen Köln (Frau Katharina Just-Hahn)
  • Foerster+Rutow Rechtsanwälte Nürnberg (Herr Victor Foerster)
  • Institut arbeitsleben KEG Hamburg / Wien (Herr Dr. Heinrich Geißler)
  • Fa. Kohl Fachausstellungen GmbH, Winterbach
  • Fa. Leonhard Kurz GmbH & Co. KG, Fürth

Laufzeit

  • Januar 2001 bis Juni 2004

Weiterführende Links

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