Verbesserung des Transfers bei computergestütztem Diagnosetraining durch konstruktivistische Instruktionsgestaltung

Projektbeschreibung

Im Forschungsprojekt sollen auf der Grundlage konstruktivistische Instruktionstheorien tutorielle Komponenten für ein computergestütztes Trainingsprogramm zur Störungsdiagnose in automatisierten technischen Systemen entwickelt werden, die insbesondere den Transfer der zu erlernenden Diagnosestrategien fördern.

Ausgangspunkt der Entwicklung sind nicht zufriedenstellende Transferergebnisse bei der Evaluation eines ersten Prototypen des CBTs. Zur Veranschaulichung und Vermittlung von Anwendungsmöglichkeiten und –bedingung diagnostischer Strategien durch erfahrene Problemlöser bzw. Experten sollen Methodenelemente des Cognitive Apprenticeship Ansatzes herangezogen werden.

Im Zentrum steht dabei die Entwicklung adaptiver tutorieller Hilfen, die das diagnostische Vorgehen durch expertengestütztes kognitives Modellieren (mit Hilfe von Videosequenzen) und situationsgerechtes Coachen anleiten und unterstützen, sowie Aufforderungen zur Artikulation und Reflexion des diagnostischen Denkens und Handelns enthalten. Der Transfer des am CBT erworbenen Diagnosewissens auf Störungen an realen Fertigungsanlagen soll weiterhin durch den Einsatz von Gestaltungsprinzipien des Anchored Instruction Ansatzes unterstützt werden.

Hierzu werden sog. Transferanker, d.h. videobasierte Darstellungen von Strategieanwendungen bei weiteren Fertigungssystemen entwickelt und eingesetzt. Um darüber hinaus die Lernenden zu einer flexibleren Anwendung von Diagnosewissen und –strategien zu befähigen, sollen Instruktionselemente entwickelt und in das CBT ingegriert werden, die eine Wissensanwendung in multiplen Kontexten und unter multiplen Perspektiven fördern.

In drei quasiexperimentellen Kontrollgruppenuntersuchungen mit Pre- und Postmessungen soll untersucht werden, in welcher Form die genannten Instruktionskomponenten sowie ihre Kombination den Transfer von Diagnosestrategien und –wissen fördern. Dies wird anhand von praktischen Diagnoseaufgaben mit unterschiedlichem Transferabstand analysiert.

Projektleitung

Bearbeitung

  • Dipl.-Psych. Sabine Hochholdinger

Partner

  • Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (So 224/5-1).

Laufzeit

  • 1998 bis März 2004
Verantwortlich: E-Mail
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