Analyse psychischer Belastungen am Arbeitsplatz

1. Inhalt und Vorgehensweise

Das Projekt „Psychische Belastungen am Arbeitsplatz“ in Kooperation mit der Deutschen Lufthansa AG verfolgt drei Hauptziele:

  • Die psychischen Belastungen verschiedener Arbeitsplätze in unterschiedlichen Bereichen der Deutschen Lufthansa AG sollen auf neutrale Weise (objektiver Zugang) eingeschätzt werden.
  • Anhand der Ergebnisse sollen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lufthansa AG Handlungsempfehlungen abgeleitet und gesundheitsförderliche Maßnahmen entwickelt werden, die zu einer Verminderung der Fehlbelastung an den Arbeitsplätzen führen können.
  • Im Anschluss wird das Instrument zur Analyse psychischer Belastungen am Arbeitsplatz der Deutschen Lufthansa AG zur weiteren Anwendung übergeben.

Zur objektiven Analyse psychischer Belastungen wird das Instrument zur objektiven Analyse psychischer Belastungen (Michel, Sonntag, & Menzel, 2009) eingesetzt. Dieses Instrument wird im Vorfeld auf die Gegebenheiten der Deutschen Lufthansa AG angepasst. Die (objektive) Einschätzung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz erfolgt durch ein Analyseteam. Dieses Team besteht aus Vertretern verschiedener Unternehmensbereiche (Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit und Betriebsrat) sowie einer betrieblichen Führungskraft und einer Arbeits- und Organisationspsychologin der Universität Heidelberg. In einer Begehung vor Ort beurteilt das Analyseteam vorherrschende psychische Belastungen anhand verschiedener Dimensionen, wie z.B. Handlungsspielraum, Variabilität und Kooperationserfordernisse. Im Rahmen des Projektes werden 15 - 20 Arbeitsplätze aus verschiedenen Bereichen der Deutschen Lufthansa AG durch das Analyseteam untersucht.

Um die Einschätzung der verschiedenen Arbeitsplätze auszuwerten, wird das Anforderungs-Kontroll-Modell nach Karasek (1979) als Grundlage herangezogen. Eine psychische Fehlbelastung liegt dann vor, wenn es eine kritische Kombination von zwei Belastungsdimensionen mit hoher bzw. niedriger Ausprägung gibt. Die Auswertung wird von der Universität Heidelberg durchgeführt.

Im Anschluss wird das Instrument der Deutschen Lufthansa AG zur weiteren, eigenständigen Anwendung übergeben, und soll dort in der Zukunft zur Erfassung psychischer Belastungen an weiteren Arbeitsplätzen der Deutschen Lufthansa AG eingesetzt werden.

2. Weiterführende Literatur

Michel, A., Noefer, K., & Sonntag, Kh. (2011). Erfassung psychischer Belastungen: Subjektive und objektive Analysezugänge am Beispiel von Verladetätigkeiten im Logistikbereich eines internationalen Airports. Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 65, 245-256.

Michel, A., Sonntag, Kh., & Menzel, L. (2009). Instrument zur Analyse von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz – Beanspruchung erkennen, Fehlbelastung vermeiden. Personalführung, 7, 40-47.

3. Projektleitung

Prof. Dr. Karlheinz Sonntag

4. Projektbearbeitung

Elisa Feldmann, M.Sc.

5. Förderung

Deutsche Lufthansa AG

6. Laufzeit

12/2013 - 05/2014

Verantwortlich: E-Mail
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