Benchmarking in einem Gesundheitsnetzwerk (BiG): Nachhaltiges Gesundheitsmanagement als Voraussetzung für die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

1. Ausgangslage und Problemstellung

Fragen der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und der Gesundheit ihrer Beschäftigten sind eng miteinander verbunden. Eine hohe Technologiedynamik, anhaltende Reorganisationen in Unternehmen, die Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen sowie die Auflösung klassischer Berufsbiographien sind die Folgen dieses Wettbewerbsdrucks, die von den Beschäftigten eine hohe Lern- und Anpassungsfähigkeit erfordern. Leistungs-, Anpassungs- und Innovationsfähigkeit von Beschäftigten sind wiederum untrennbar mit deren Gesundheit und Wohlbefinden verbunden. Die demographische Entwicklung verschärft die Bedeutung der Gesundheit für den Erfolg von Unternehmen, da bei älteren Beschäftigten der Faktor Gesundheit noch stärker die Leistungsfähigkeit bestimmt. Es gilt daher, den Arbeits- und Gesundheitsschutz wesentlich weiterzuentwickeln, um die Innovations- und Leistungsfähigkeit der Belegschaft zu erhöhen.

2. Ziele und Nutzen des Forschungsvorhabens

Ziel des Vorhabens ist es aufzuzeigen, wie ein gesundes Unternehmen abgebildet und gestaltet werden kann und wie sich ein gesundes Unternehmen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten und die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen auswirkt.

Mit dem Projekt sollen folgende Teilziele erreicht werden:

  • Entwicklung eines Modells eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements
  • Entwicklung eines Instruments zur Messung eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements
  • Entwicklung eines alters- und geschlechtsdifferenzierten Gestaltungsmodells für gesunde Unternehmen
  • Benchmarking in einem Gesundheitsnetzwerk
  • Bestimmung des ökonomischen und mitarbeiterbezogenen Nutzens eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements

Die Erkenntnisse aus dem Projekt können vielseitig verwendet werden:

  • Generierung von Informationen über ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement anhand eines Gesundheitsindexes
  • Ableitung gezielter Interventionen zur Verbesserung einzelner Dimensionen des nachhaltigen Gesundheitsmanagements aus dem Gestaltungsmodell
  • Begründung von Maßnahmen des Gesundheitsmanagements durch den Nachweis der Auswirkung auf ökonomische Erfolgsgrößen

3. Vorgehensweise

4. Förderung und Durchführung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt BiG aus Mitteln des Förderprogramms „Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt“. Projektträger des BMBF für den Förderschwerpunkt „Präventiver Arbeits- und Gesundheitsschutz“ ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Der Bereich Health and Safety Policy der Daimler AG und die Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie des Psychologischen Instituts der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bearbeiten das Projekt in Kooperation.

5. Projektleitung

6. Projektmitarbeiter

  • Dipl.-Psych. Veronika Büch
  • Dipl.-Psych. Eva Maria Schraub
  • Dr.Björn Michaelis

7. Laufzeit

11/2006 - 11/2009

8. Link zur offiziellen Projekt Homepage

http://big.uni-hd.de/

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